1. Brief für 2012

1. Brief für 2012

Ist die Welt noch zu retten?
Täglich erreichen uns Meldungen wie von einem Horrorszenarium. Der letzte Krieg der Menschheit hat begonnen. Zank um Billiarden von Euro oder Dollar, die eigentlich überhaupt nicht da sind, Finanzkrisen, mediale Kriegsvorbereitung gegen Syrien oder Iran ala Libyen, „der Aufbruch des Ostens“. Deutschland will Europa und dann die ganze Welt beherrschen. Wie es den Völkern dabei geht, ist scheinbar egal.
Trotz aller Scheinpropaganda steigt der CO2 – Ausstoß drastisch weiter, Feinstaubbelastung, vergiftete Lebensmittel aber auch Streß, Depressionen nehmen zu, die Erderwärmung steigt. Mit Waffen lässt sich immer noch guter Profit erheischen. Kein Staat steht mehr ohne riesige Schuldenberge da, die niemals zurückgezahlt werden können.
Profitieren können davon die Scheinbanken und die Reichen, Verlierer sind die Arbeiter, die den eigentlichen Reichtum schaffen, Kranke, Behinderte, Arbeitslose aber auch Rentner, Schüler, Auszubildende; da wird gespart, wider dem politischen Geschwafel gekürzt, von den im Wahlkampf versprochenen Steuererleichterungen für die Normalverbraucher ist ebenso wenig umgesetzt wie etwa soziale Gerechtigkeit. Von Freiheit zu sprechen, verkneife ich mir. Alles wird teurer, das Leben ist kaum noch finanzierbar. Gut ausgebildete Fachkräfte gehen in den Westen, weil auch nach 20 Jahren „deutsche Einheit“ eine Krankenschwester z.B. in München ein Drittel mehr verdient als in Guben, bei gleicher Arbeit. Dass dies gegen das Grundgesetz verstößt, stört dabei offenbar niemand. Nazis wurden ja in der BRD schon immer bestens behandelt, von der Polizei vor „bösen Demonstranten“ geschützt, durch V- Männer ausgebildet und vernetzt, wenn dann mal wieder eine solche Terrorzelle auffliegt, ist das Geschrei groß. KPD oder FDJ sind noch immer verboten und der „Bundestrojaner“ ist auf unseren Computern.
Wir sollen sparen – aber wofür, wozu?
Tja, das klingt recht sektiererisch, verzweifelt; ist aber keinesfalls übertrieben, sondern die blanke Realität.
Natürlich gibt es Widerstand, vielfältig und tagtäglich, überall. Netzwerke, Zeitschriften, Organisationen, Verbände und Parteien, Internetseiten und Demonstrationen uvm. Aber; und nun bin ich wieder bei meinem Hauptthema; da wurschtelt man in kleinen Gruppen, zerstreitet sich um Äußerungen, Statute, Satzungen oder sonstige Nebensächlichkeiten. Das ist es, was nicht nur mich krank macht, woran wir alle kranken.
Wenn es darum geht, dem einen Prozent der Bevölkerung Reichtum über Reichtum zuzuscheffeln, ist man sich mit Finanzhaien, Banken, Versicherungen und ihren Vasallen von Politik und Medien immer einig, auch wenn da mittlerweile mehr als ein Drittel der Bevölkerung verarmt, ausgegrenzt ist aus dem gesellschaftlichen Leben.
Wir werden belogen, ausgequetscht bis auf das sprichwörtliche letzte Hemd, müssen uns wie auf einem Präsentierteller nackig machen, wenn wir etwas wollen, was uns scheinbar zusteht. Um Recht zu bekommen, brauchen wir einen Anwalt und der aber kostet Geld, welches wir eigentlich nicht haben.
Ja, Bananen sind noch billig und Mallorca ist erschwinglich und wer einkauft, bekommt nur noch „Schnäppchen“ oder „Rabatte“ vom verlogenen Markt.
Wir sind wahrlich tief gesunken!
Frei nach Marx möchte ich schließen: Wir haben nichts zu verlieren als unsere Ketten, wir haben eine Welt zu gewinnen, Widerständler aller Länder, vereinigt euch!
Für 2012 wünsche ich uns allen vor allem Kraft, weiterzumachen, aufzustehen. Wir sind das Volk!
Denkt darüber nach!

Andreas Krödel

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