Liebe, Glaube, Revolution Hoffnung

„13 Nun aber bleiben [a] Glaube, Hoffnung, [b] Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
1.Korinther 13:13
Rainer Thiel machte mich auf diese Bibelstelle aufmerksam, denn sie ist ja auch der Schlusssatz seines Buches „Neugier – Liebe – Revolution“.
Wenn sich bei mir ein Mensch, eine Gruppierung, eine Partei, Kirche usw. vorstellt, suche ich nicht nach Unterschieden; sondern immer nach Gemeinsamen Nennern.
Da steht für mich so im Vordergrund die Stellung zu Krieg, Gewalt oder Frieden.
Das geht auch weiter mit der Stellung in der Philosophie, „Liebe zur Weisheit“, das ist rein persönlich für mich der Inbegriff, wie der Mensch eben auch zur Wahrheit steht, Philosophie beinhaltet z. B. den Idealismus, also auch alle Gruppierungen der verschiedenen Religionen, ihre Geschichte, Kultur, ihr Verständnis (Auslegung) z.B. der Bibel, des Korans usw. und das geht bis Hegels „Weltgeist“ oder Kant „das Ding an sich“; Philosophie hat aber auch schon zu Urzeiten bestanden, in Beschwörungen von Göttern, Opfergaben, heidnische Medizinmännern und deren Zeremonien; spätestens seit den alten Griechen und später fundamental bei Feuerbach zeigte sich der Materialismus als Gegenpart, Marx zeigte den Weg zum dialektischen, historischen Materialismus auf, heute wird alles umstritten – von dem einen verworfen, vom anderen befürwortet, Milliarden Bücher sind dazu geschrieben, mißdeutet, nicht verstanden worden. Was eben allen fehlt, steht in der 11. These zu Feuerbach bei Marx: „Die Philosophen haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert, es kommt darauf an, sie zu verändern“ – im heutigen Krödel
“ Überwindung der Entfremdung“; alle Kräfte auf den Hauptwiderspruch (Mao 1926) bündeln.
Fangen wir vorn an: Glaube –
jeder Mensch glaubt an etwas, das können religiöse oder weltanschauliche Dinge sein, nach denen sie ihr Leben ausrichten, ihre Handlung bestimmen, Kraft schöpfen.
Kommt also jemand her und zitiert:
„Jak 2,8
8 Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift (3.Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«, so tut ihr recht;“; sage ich schon mal ok., denn wenn ich so lebe, kann ich niemand töten, ihm Gewalt antun, Schmerz ob physisch oder psychisch zufügen, damit kann ich auch niemand das Produkt seiner Arbeit, seine Frau, seine Güter wegnehmen. Das schließt also auch Krieg aus und tiefen inneren Frieden ein.
Hält sich dieser Mensch dann auch in seiner Handlungsweise danach, verweigert er jeglichen Kriegsdienst, strebt er nicht nach eigener politische Macht und Reichtum, dann sehe ich einen weiteren Freidenkergrundsatz verwirklicht; „Trennung von Staat und religiösen oder weltanschaulichen Dingen“, sprich also Neutralität.
Sagt er, „Ich gehe nicht zur Wahl, denn egal wen ich wähle, eine wirkliche Änderung kommt eh nicht zustande“, dann ist dies seine Ansicht, über die ich nachdenken muß nach z.B. etwa zwei Jahre „Rot – Roter“ Regierung in Brandenburg.
Also kann ich lesen, werten, meine Ansicht verbreiten ob als Prediger von Haus zu Haus, mit Schrift, Plakat, in meinem Umfeld oder bei einer langweiligen Fahrt mit Bus oder Bahn, bei Demos, Seminaren uvm. Das ist denn basierend auf Rainers Neugier die Ausübung des Glaubens, studieren, lernen, verbreiten, einen; ohne anderen seinen Glauben aufdrängen zu wollen, missionieren zu wollen, etwas überstülpen, Menschen unterwerfen zu wollen. Der Glaube ist Privatsache!
Hoffnung – jeder Mensch hat in sich die Hoffnung auf eine friedliche, gewaltlose, gerechte Welt. Wieder ein gemeinsames strategisches Ziel, dies kann verwirklicht werden ob als weltweiter Kommunismus über einen absterbenden sozialistischen Staat, oder vielleicht durch ein Reich Jesus zur Errichtung eines Paradieses für alle Menschen der Erde, aber dafür müssen wir etwas tun.
Die Gegenwart zeigt immer wieder, ob im weltanschaulichen Sektor oder eben bei den Religionen eine wüste Zersplitterung der Kräfte. Dies nutzt der Staat natürlich im Sinne des Imperialismus aus, und so kommt es, das Soldaten unter der Aufschrift: „Gott mit uns“ in den Krieg zogen, das es Feldprediger gibt und die Kinder unter Kirchensymbolen lernen müssen, das es Religionsunterricht an Schulen gibt. So hat das jedenfalls Jesus und seine Jünger nicht verstanden.
Die Freiheit, weltanschauliche oder eben kirchliche Schulen anzubieten, wo die Eltern die Möglichkeit haben, sich für ihr Kind das beste auszusuchen, ist ja gegeben, aber damit hat der Staat als Bildungsträger nichts zu tun und die entsprechenden Institutionen müssen dies auch selbst finanzieren und tragen, so wie jeder seine Paläste, Kirchen, Kathedralen usw. selbst tragen muss, es sei denn, aus Sicht des Erhaltens von Gütern der Kultur der Völker kann man begründet Hilfe des Staates erbeten, das fällt dann der Denkmalsschutzbehörde zu.
Die Wehrpflicht steht im Grundgesetz der BRD (z.Z. ausgesetzt), aber es gab die Möglichkeit des Zivildienstes, um die Zeit in sozialen Einrichtungen tätig zu sein, also was haben dann Vertreter einer sogenannten Kirche in der Armee, im Staat überhaupt verloren? Nichts!
Liebe: – das uns alle einigende Glied in dieser Kette schließt o.g. eben aus und wir sind wieder beim Eingangszitat. Der Mensch besteht nicht, um seine eigenen Grundlagen der Natur zu vernichten, sondern um sie schöpferisch zu gebrauchen. Hier ist alles geboten, was Milliarden von Menschen nicht nur satt werden lassen könnte; sondern auch die Grundlage, frei sich selbst verwirklichen zu können, ohne jeden Unterschied von Weltanschauung, Religion, Herkunft, Rasse oder Geschlecht!
Gott wird in der Bibel als liebender Vater für seine Schöpfung beschrieben und er gab das wertvollste, was er hatte, seinen Sohn Jesus Christus, um den Menschen in seiner „unverdienten Güte“ die Möglichkeit des „ewigen Lebens auf der Erde“ zu geben. Damit hat er vor dem Materialismus erst einmal einen Vorsprung.
Fazit:
Gelingt es uns allen gemeinsam, für eine bessere Zukunft an sich die Kräfte zu einen, ohne Schranken (ob der Feind nun Satan oder Imperialismus genannt wird, ist doch wahrlich egal) aufzutreten, dann erfüllen wir eben gleichzeitig Gottes Wille und die historische Mission der Arbeiterklasse. Was und wie richtig ist, wird die Geschichte entscheiden, aber wir haben geeint eine Zukunft!

Denkt darüber nach!
Andreas Krödel

Quellen:
Lutherbibel revidiert und herausgegeben 1984
Rainer Thiel „Neugier – Liebe – Revolution“
Karl Marx „ elf Thesen zu Feuerbach“

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