dfWzS 25.05.2014 „Simone Weil“

Stark revidierte Ausgabe, bitte nur diese Fassung verwenden!
„Das freigeistige Wort zum Sonntag“, den 25.05.2014
von Andreas Krödel

Zitat:
„Den Zweck jeder Gemeinschaft und des Staates sah Simone Weil darin, Krieg und die Unterdrückung des einzelnen Menschen zu verhindern. Sie wollte die Politik individualisieren. Jeder Einzelne solle sich der Verantwortung dem anderen und der Gesellschaft gegenüber stellen. Parteien seien vom Prinzip her schlecht, ihre Auswirkungen in der Praxis seien ebenfalls schlecht. Man solle sie abschaffen. Die Kandidaten für ein Parlament würden dann den Wählern nicht mehr sagen können: „Ich trage dieses Etikett“ – was den Wählern über ihre konkrete Haltung zu einzelnen Problemen praktisch überhaupt nichts mitteilt –, sondern: „ich denke dies, dies und dies zu diesem und diesem großen Problem.“[32]“
Zitat Ende, Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Simone_Weil#Pflichten_gegen.C3.BCber_dem_menschlichen_Wesen

Ein guter Freund machte mich auf diese Philosophin aufmerksam. Erst habe ich den Vorschlag von mir gewiesen, heute stelle ich sie hier zur Diskussion, auch wenn ich nicht alle Worte gelesen habe und ihre Reaktionen oft nach wie vor nicht verstehe. Die Sätze im o.g. Zitat, ich wage zu denken, da fühlen sich viele der Leser schon angesprochen! Dies ist aktueller denn je!

Bevor ich auf Parteien an sich eingehe, nur ein „Nebensatz“, welcher viel, viel wichtiger ist als das Marionettentheater dieser Politik:
„Den Zweck jeder Gemeinschaft und des Staates sah Simone Weil darin, Krieg und die Unterdrückung des einzelnen Menschen zu verhindern.“
Das muß ein wichtiger Punkt sein, um Schranken zu überwinden. Nur, steht so etwas nicht im Grundgesetz?

Ich kann mich dem voll anschließen, viele Jahre schon ist auch dies Ansatz meiner Überlegungen, ob in der DDR/BRD oder sonst wo auf der Welt, immer stellen „Parteimehrheiten“ eine Regierung und nennen dies dann auch noch „Demokratie“; „Herrschaft des Volkes“, nur haben ja die Menschen nicht umsonst ihre Stimme dem Kandidaten gegeben, anvertraut, weil sie eben nicht mit anderen Meinungen so konform gehen können, plötzlich sind die alle aber eine „Koalition“, ist doch Betrug, oder?
Wer vor den hohen Häusern sprechen will, muss erst den vorzutragenden Text von seiner „Fraktion bestätigen“ lassen; „Abweichlern“ droht gar Parteistrafe! Alles natürlich „streng geheim“! Nur, ist das mit dem Grundgesetz vereinbar?

Die Antwort mag sich jeder selbst für sich geben, sie liegt offen und einer allein kann nichts ändern, Massen schon, wenn sie eben nicht Statuten-; Satzungen-; oder Fraktions- oder sonstigen „Chef“-; zwängen unterworfen sind, sondern als Menschen handeln, als Menschen wählen, gewählt werden und als Menschen ihr gewähltes Vertrauen rechtfertigen müssen. Das wäre doch Demokratie.
Nur, gegenwärtig ist die Realität weit davon entfernt und auch in der Hoffnung, das es dies je einmal geben wird, heute, jetzt reicht es für immer mehr Menschen nicht einmal, um über den Monat zu kommen.
Entfremdung pur lässt grüßen, und wir zersplittern uns immer mehr in Grüppchen und…….., obwohl wir gleiche Ziele/ Interessen haben.
Fazit: So wird das NIE, NICHT zum Sein!

In diesem gemeinsamen Sinne wünsche ich ein schönes Wochenende all denen, die sich davon angesprochen fühlen!
Andreas Krödel

Hinweis zu „Das freigeistige Wort zum Sonntag“: Die Idee besteht darin, daß ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren veröffentlicht wird, über die dann diskutiert werden kann.

Die Redaktion liegt bei Andreas Krödel. Das bedeutet, daß an seine Adresse
(an-kroedel@t-online.de)
jederzeit unter der Bemerkung „WzS – Entwurf“, Texte gesendet werden können und diese dann zeitlich eingeordnet in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag veröffentlicht werden. Aktive Vielfalt ist erwünscht. Für die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.
Dargestellte Meinungen müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

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