Menschenrechte

Menschenrechte die [Menschenrechte die angeborenen und unveräußerlichen Rechte des Menschen. Zum erstenmal in der am. Unabhängigkeitserklärung 1776 formuliert, dann in der Französischen Revolution (1789) verkündet. Von dort Aufnahme als Grundrechte in die Verfassungen vieler Staaten.

Die 1948 von der UN mehrheitlich beschlossene Internationale Charta der M. nennt: Recht jedes Menschen auf persönl. Freiheit und Sicherheit, auf Besitz, freie Meinungsäußerung, Religions-(Glaubens-, Gewissens-)Freiheit, Versammlungsfreiheit, Recht auf Freizügigkeit, Asyl, Gleichheit vor dem Gesetz, Recht auf Arbeit und freie Berufswahl, gerechten Lohn, ausreichenden Lebensunterhalt und soziale Sicherheit.]1

Die M. beinhalten dem Grunde nach die Regeln der Vernunft im Umgang der Menschen miteinander. Sie stellen die Basis des Lebens an sich dar, wobei sie einem Prozeß der Entwicklung unterliegen. Was also heute als M. gilt, war vor vielen Jahren nicht unbedingt selbstverständlich im Sinne von Sitte und Norm an das Menschsein.

Leider verstoßen gegenwärtig viele Staaten als Träger der politischen Macht; d.h. als Ausführungsorgan der Macht des Kapitals gegen die M. in großem Stil. Dem Volk wird eine Form des Humanismus vorgegaukelt, M. vorgetäuscht als Pille zur Beruhigung, es werden soviel M. zugelassen, wie die Masse gerade benötigt, um nicht über eine Änderung des wirtschaftlichen Systems nachzudenken.

Es ist recht einfach, M. aufzuschreiben, aber deren Umsetzung in dem gegenwärtigem Stadium der Entfremdung des Menschen von sich selbst²  stellt sich als das Problem heraus, welches die Gegenwart vom Menschensein unterscheidet. Mit Sicherheit sind Gedanken möglich, welche die Gestaltung einer menschenfreundlichen, sprich humanen Welt, ermöglichen. Dazu bedarf es einer Theorie und einem Konzept der praktischen Umsetzung. M. durchzusetzen bedingt Veränderung, diese soll aber ohne Gewalt vonstatten gehen, soweit dies denkbar ist, dies ist wohl eine der schwersten Aufgaben an die eigentlich schon lange notwendige, grundlegende Schaffung neuer ökonomischer Zustände. Ob ich beim Recht oder bei den Besitzverhältnissen oder dem Prinzip der Verteilung des Allgemeinvermögens, bei der Organisation des Staates oder der Bildung  oder im Gesundheitswesen ansetze, die M. müssen sich verwirklichen in der Praxis, und dies ist heute nicht möglich.

Es gilt, an der Aufgabe zu arbeiten, M. wirklich zu erfüllen und praktisch umzusetzen, nicht als Spiegelfechterei, sondern als menschliche Tat wider der Entfremdung.

Þ Vernunft, Þ Freiheit,  Þ Humanismus Lit.:1 Data Becker „Das große Lexikon“ 1998 ; 2    vergl. Rainer Thiel „Marx und Moritz“ trafo verlag  1999 

 Andreas Krödel 

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