Frieden

Frieden [ der rechtlich geordnete Zustand innerhalb einer Gemeinschaft, bes. zw. Staaten der Zustand, in dem sich diese keiner gewalttätigen Mittel bedienen, um ihre Interessen durchzusetzen.1]  F. ist kein Naturzustand, er ist ein Anspruch an die Vernunft der Menschen, sich selbst nicht wie die Tiere zu betrachten als Nutzen und Nahrung. Das Zusammenleben vieler intelligenter Wesen auf diesem räumlich begrenzten Erdenball erfordert Regeln und Normen, Gesetze des miteinander Umgehens. Hier beginnt der Anspruch an Menschenrecht auf F. und Gerechtigkeit, eigentliche Voraussetzungen für die Freiheit des einzelnen Menschen und Grundbedingung für die Existenz menschlicher Gesellschaftsformen.Im heutigem Zustand der Entfremdung des Menschen von sich selbst infolge der Ausbeutung von Menschen durch Menschen hat F. einen besonders brisanten Zug. Die herrschende Klasse innerhalb des Kapitalismus/ Imperialismus/ Militarismus strebt nach Maximalprofit, ohne auf Menschlichkeit irgendeiner Art Rücksicht zu nehmen. Krieg, Zerstörung und somit auch Gewalt sind zu einem begehrten Lösungsansatz gegen wirtschaftliche Stagnation geworden, welche typisch für alle Ausbeuterordnungen ist. Krieg sichert höchste Profite; das mit ihm kommende Leid und Elend, die Toten und die Zerstörung bringen noch Umsatz und damit wird auch daran verdient. So pervers, so weit sind wir vom Humanismus entfremdet. Regierungen, die sich auch noch so demokratisch geben, sind hier immer als die Marionetten des Kapitals zu verstehen und wenn Krieg zum Überwinden der wirtschaftlichen Krise benötigt wird, muß er auch politisch herbeigeredet und gerechtfertigt werden.Deshalb muß der Kampf für den F. einen hohen Stellenwert einnehmen im Leben jedes vernünftigen Menschen. Er ist unter diesen gesellschaftlichen Umständen die Frage nach dem Überleben an sich, als Mensch, Gesellschaft und Natur. Es bedarf großer Anstrengungen für den F. zwischen den Menschen im Einzelnen, den Völkern und gegenüber der Natur. Leider ist die bisherige Geschichte der Menschheit die Geschichte von Kriegen. Immer haben daran die Herrscher verdient und die Massen trugen die Last. Mit der Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse im Einklang mit einem völlig neuen Bewußtsein des Menschen kann es noch möglich sein, eine Zukunft aufzubauen, in welcher der F. Normalität ist, denn mit dem System der Ausbeutung fallen Krieg und Gewalt, Selbstsucht und Haß in sich. Bis zu dieser Zukunft aber bleibt eine hohe Verantwortung aller friedliebenden Menschen, den Ausuferungen Einhalt zu bieten und um den F. zu kämpfen an jedem Tag mit der praktischen Tat. 

Þ Vernunft, Þ Freiheit, Þ Entfremdung, Þ Humanismus, Þ Krieg 

Lit.:1 „Der Brockhaus in einem Band“ Bertelsmann Club GmbH  1992Andreas Krödel 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.