Das freigeistige Wort zum Sonnntag, den 17.06.2012

Hinweis zu „Das freigeistige Wort zum Sonntag“: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren veröffentlicht wird, über welche dann diskutiert werden kann.

Die Redaktion liegt bei Andreas Krödel. Das bedeutet, das an seine Adresse (an-kroedel@t-online.de) jederzeit unter der Bemerkung „WzS – Entwurf“ Texte gesendet werden können und diese dann zeitlich eingeordnet und dann in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag veröffentlicht werden. Ich hoffe auf aktive Vielfalt. Für die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.
Dargestellte Meinungen müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 17.06.2012 von Andreas Krödel

„Wasser als Menschenrecht [Bearbeiten]
Auf Antrag Boliviens erklärte die UN-Vollversammlung am 28. Juli 2010 mit den Stimmen von 122 Ländern und ohne Gegenstimme den Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu sanitärer Grundversorgung zu Menschenrechten. 41 Länder enthielten sich der Stimme, darunter USA, Kanada und 18 EU-Staaten. Da Menschenrechte nach Völkerrecht nicht einklagbar sind, ergeben sich zunächst keine rechtlichen Konsequenzen. Jedoch könnte die neue Resolution nun die Auffassung stützen, dass sauberes Wasser und Sanitäranlagen zu einem „angemessenen“ Lebensstandard gehören und somit aufgrund des völkerrechtlich bindenden Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, der das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard enthält, eingeklagt werden. Einige Länder wie Südafrika oder Ecuador haben das Recht auf Wasser in ihre Verfassung übernommen.[8“]“
http://de.wikipedia.org/wiki/Wasser#Wasser_als_Menschenrecht

Am 17. 06. ist „Tag der Werktätigen der Wasserwirtschaft“.
Nun ist für Deutschland sauberes Wasser scheinbar eine Selbstverständlichkeit, doch zu welchem Preis, wie lange noch?
Wolfgang Ringel hat vor einiger Zeit auf „Beifang“ in Form von Elektronikschrott aufmerksam gemacht. Sicher sind die Flüsse und Seen heute sauberer als vor etwa 30 Jahren, was aber aus reiner Profitgier einfach im Wasser versenkt wird, das ist mehr als bedrohlich. „Kloake der Menschheit“ kann man Meere, Ozeane, Flüsse auch heute noch nennen, ob da Ölteppiche treiben oder Giftmüll entsorgt wird, Wasser wird knapp.
Nicht nur die Preise von Strom, Öl, Benzin steigen, auch die für Wasser/ Abwasser. Ob über „Anschlußgebühren“ oder ähnliche faule Tricks werden wir Verbraucher zur Kasse gebeten, in vielen Ländern der Erde ist sauberes Trinkwasser nicht verfügbar, unser Umgang mit Wasser spricht Bände der Unvernunft.
Die UNO hat entsprechend o.g. Zitat Wasser als „Menschenrecht“ deklariert, aber wenn sich 41 Länder der Stimme enthielten, darunter auch 18 EU- Staaten (ich habe bei meinen Recherchen zum heutigen Thema leider nicht finden können, wie Deutschland gestimmt hat, vielleicht kann ja ein Leser mal nachforschen), da wird deutlich, wie ausgehöhlt, eigentlich zur Unfähigkeit verdammt die gesamte UNO heute ist.
Zur Legitimierung von Kriegen wird sie noch gebraucht, mißbraucht; aber Wasser – da enthält sich die imperialistische Welt eben der Stimme!
Nun hat ja wohl Nostradamus für 2035 den letzten großen Krieg um das „Erdpech“ vorhergesagt, nun sind das gelinde gesagt Spinnereinen, die doch ernst zu nehmen sind, aber ein Krieg um Wasser steht direkt bevor.
Wir, die Menschen dieser Welt sollen für ein Menschenrecht bezahlen, was Profithaie vernichten/ verschmutzen.
In Libyen gab es mal Strom, Wasser für das ganze Volk, die NATO hat es weggebombt.
Täglich sterben Kinder, Menschen wie wir an verunreinigtem Wasser, Legionellen lassen grüßen, Wasser als Gift, damit katapultiert sich die Menschheit mal wieder selbst ins Aus.

Denkt darüber nach!
Einen Schluck Wasser und ein ordentliches Bad, das wünsche ich den Lesern/innen.

Andreas Krödel

Griechenland

Hallo,
gestattet mir aus aktuellem Anlaß einige Bemerkungen zu Griechenland.
Ein Land der Mythen, des Zeus, Prometheus, das “Neue Testament” der Bibel, Ursprung des fairen Sports, Olymp, ein Land der Wissenschaften, des Sokrates, Aristoteles, Demokrit, der Kultur, Athen, eigentlich ein Inbegriff der Freiheit der Menschen. Aber es gibt auch Schattenseite, politischer Mord, Militärdiktatur. Damit haben sich die griechischen Menschen nie abgefunden.
Wenn gestern in Frankfurt ( am Main) viele tausend Menschen gegen die Macht der Banken demonstriert haben, ja, dann haben sie auch für Griechenland gekämpft, einem Land, das nur ein Beispiel dafür ist, wie die Finanzhaie der Konzerne, die Banken und all ihre politischen Handlanger und viele Medien Menschlichkeit, Freiheit und Recht nur der Mehrung ihres Reichtums brutal opfern.
Werden Menschen durch Hartz IV, wegen ihrer Krankheit, Behinderung, ihren Ansichten und Meinungen nach ausgegrenzt vom gesellschaftlichen Leben, “muß” bei Bildung, Gesundheitswesen, Kultur “gespart” werden, ist Umweltschutz “zu teuer”, vernünftige Erzeugung von Energie wider den Interessen der Konzerne, Benzin und Heizung “nicht mehr bezahlbar”, Nahrungsmittel “unwirtschaftlich”, ja, da kann ich nur sagen, steht endlich auf, reiht Euch ein in die “Einheitsfront”, lasst den Geldgenerälen unsere Macht spüren.
Wir Menschen üben Solidarität mit dem griechischen Volk, denn dessen Schicksal ist auch unser Schicksal!
Lasst es mich ganz drastisch ausdrücken: Griechenland ist Opfer eines ökonomischen Krieges, so wie Irak oder Libyen Opfer eines militärischen Krieges waren, so wie viele andere Länder, Menschen dieser Welt vor solchen Kriegen stehen. Die Krieger sitzen mit Schlips und Anzug in den klimatisierten Büros der Banken oder im NATO- Hauptquartier, sie sind überall zu finden. Das, was sie stört, sind wir, die aufstehen, unsere Macht zeigen und das bekommen wir zu spüren, durch Verbote, Gesetze, Geldentzug oder ihren Mafias, den “Geheimdiensten”, die dann schon mal Menschen liquidieren, Terrorakte inszenieren, um den Vorwand zu finden, “einzugreifen” als “Friedensbringer für Menschenrechte”.
Das ist der Abschaum, die brutalste Art der Entfremdung; deshalb sage ich: “Ich bin ein Grieche”; ja, weil ich Mensch bin!

Denkt darüber nach!
Andreas Krödel

Oben eingefügter Link stellt diese Probleme sehr drastisch dar, das darf sich Mensch ruhig einmal zu Gemüte führen.

depressiv

„Depressiv – niemals!“

Nun, vielleicht ist es die tausendste Wiederholung meinerseits, ja, manchen Menschen nervt das, tut mir leid, immer in dieselbe Kerbe zu hauen.
Aber ich fühle mich von mir selbst und der Menschheit an sich dazu aufgefordert.
Was war heute:
Nun, die Strompreise steigen um 70 %, Griechenland steht vor dem AUS, Euro, ja, auch Dollar oder der Yen von Japan, es gibt keine Staaten mehr, nur noch Schuldner, Geld hat keinen Wert mehr und ARBEIT verkauft sich immer schlechter.
Im Meer gehen Kühlschränke ins Netz der Fischer, die Erde zerbricht vor Umweltgift,
als Kloake, die Erbrechen der Katastrophe legen uns lahm.
Absolute Unworte wie „Energiewende“, „Eurorettung“ Niedergang der „Volkswirtschaft“; und der Mißbrauch der Worte „Menschenrechte“, „Freiheit“ oder „Demokratie“ prägen die Medienlandschaft. Mit Billionen Geldern wird spekuliert, allein der Mensch wird ausradiert, so als „störender Faktor“!?!
Ja, Krieg stehen an, ob durch Israel oder die Türkei ausgelöst, immer mit Hilfe der CIA – quasi USA, Großbritannien, NATO, eben auch Deutschland initiiert.
Wann kommt der letzte Krieg, der die Menschheit an sich auslöscht??
Alles, was sich dagegen stemmt, wird kriminalisiert, verboten, bekämpft, Parteien wie „Die Linke“ lösen sich selbst auf, selbst wichtige Seiten stellen die Arbeit ein, Georg Dorn ist am 20.04. verstorben, „Artikel Eins“ hat heute aufgegeben, ja, man kann mit Marlene Dietrich fragen „ „Wo sind die Männer geblieben?“ (die Frauen ebenso eingeschlossen!)!
Rainer Thiel, Birgit Kühr, Axel Popp. „Der Rohrbacher Kreis“, Wolfgang Ringel, ja, auch ich in meiner Winzigkeit, der DFV, „scharf links“, Friedensbewegungen, ja da ist auch Hartmuth Barth Engelbart. Wir alle streben nach Vernunft, fordern ein aufstehen der Menschen, aber sind wir nicht gefesselt vor Ohnmacht, so unterworfen unter der Doktrin der Geldmacht?
Faktisch kann, muß man resümieren: Es gibt nur noch zwei Faktoren, und diese machen auf sich reduziert heute praktisch den Bestand des Seins aus:
A; ich habe keine Zeit
B; wir müssen sparen
Das widerspricht aber jeglicher menschlichen Vernunft. Eine Entfremdung dieser Art spiegelt den Imperialismus von heute wider, in all seinen Fasseten, in seiner grausigen Erscheinung am Rande des Untergangs.
Manchmal denke ich, mir wird schlecht, so wie Sokrates sich gefühlt haben muß, als er den Giftbecher trinken mußte, so, wie sich Menschen wie Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Max Sievers, Ernst Thälmann oder John Scheer und Millionen anderer denkenden Menschen, Kommunisten fühlten.
Ist heute noch „Gefühl“ ein Ausdruck des Menschseins? Nein, heute regiert Macht, Geld und wer da in der Leistungskurve nicht mithalten kann, der fliegt raus, so als Erwerbsunfähigkeitsrentner, Asozialer, Obdachloser oder sonst wie „untauglich“ zum Leben in diesem System.
In mir ist tiefe Scham, so leben zu müssen, aber noch schlimmer ist der Tatbestand, das diese Zeilen nicht gelesen werden, das alle Gedanken dieser Art grundsätzlich ignoriert werden, das keine gemeinsame Basis wider solcher Entfremdung der Menschen gefunden werden kann!!
Andreas Krödel

Mal wieder Gedanken

„Militärtribunal in Guantánamo
9/11-Drahtziehern droht Todesstrafe
Den mutmaßlichen Drahtziehern der Anschläge vom 11. September 2001 soll in Guantánamo der Prozess gemacht werden. Vor dem Militärgericht sind fünf Männer angeklagt, darunter der ehemals in Hamburg lebende Ramzi Binalshibh. Im Falle einer Verurteilung droht ihnen die Todesstrafe……
Von Rüdiger Paulert, WDR-Hörfunkstudio Washington……
Rüdiger Paulert, WDR-Hörfunkstudio Washington05.04.2012 00:53 | 2’05 …..
Der wohl größte Terrorprozess nach den Anschlägen vom 11. September wird vor einem Militärgericht im umstrittenen Gefangenenlager Guantánamo stattfinden. So will es das amerikanische Verteidigungsministerium. Schon innerhalb der nächsten 30 Tage werde dem mutmaßlichen Drahtzieher Chalid Scheich Mohammed und vier weiteren Beschuldigten, darunter der ehemals in Hamburg lebende Ramzi Binalshibh, die Anklage verlesen.“…..
Die Entscheidung des amerikanischen Verteidigungsministeriums rief umgehend Kritik der Menschrechtsorganisation ACLU hervor. Ein Schuldspruch in Guantánamo werde immer als Ergebnis eines unfairen Prozesses angesehen, warnte ACLU Direktor Anthony Romero.
Auch das Weiße Haus wolle sich mit der Existenz des umstrittenen Lagers nicht abfinden, betonte deshalb Sprecher Carney: „Unglücklicherweise, wie sie wissen, hat der Kongress da Hürden errichtet. Aber Obama wird weiter daran arbeiten, Guantánmo zu schließen.“
Ein Termin für den eigentlichen Prozessbeginn gegen die fünf Angeklagten im Lager Guantánamo ist noch nicht festgelegt. Nach Angaben von Experten könnten bis dahin noch Monate vergehen. „
Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/guantanamo452.html

Liebe Leser,
was hier abgeht, hat das noch etwas mit Rechtsstaatlichkeit zu tun?
Ist das die „Freiheit“, von welcher Herr Bundespräsident Gauck redet, sind das die „Menschenrechte“, die weltweit „angesprochen“ und „eingefordert“ werden?
Vorab ganz deutlich, jeder Versuch, in irgendeiner Weise durch Terror, Gewalt gleich welche Ziele durchsetzen zu wollen, stößt auf meine absolute Verurteilung. Dies muß vor Gerichten angeklagt und entsprechend verurteilt werden.
Aber, in diesem Falle sitzen vermutliche Verbrecher nun schon zehn Jahre in Gefängnissen, ob in CIA – Geheimgefängnissen auf der ganzen Welt, neulich war von solchen Lagern in Rumänien oder Polen die Rede, selbst Guantánmo ist von den USA okkupiertes Land auf Kuba, zehn Jahre, ohne überhaupt angeklagt zu werden, praktisch noch unschuldig dem Gesetz nach.
Welche Verstrickungen westliche Geheimdienste haben, als es noch im kalten Krieg gegen den Ostblock ging, da wurden solche Terrorzellen ausgebildet, finanziell, ideologisch und militärisch unterstützt, ebenso wie die „Rebellen“ in Libyen, Syrien, Iran, aber auch die „Bürgerrechtler“ in Russland oder China (das lässt sich weltweit fortsetzen, ob Korea oder Südamerika).
Da wurde Bin Laden in Pakistan bei einem Militäreinsatz ermordet, Gaddafi gelyncht, erst wohl gestern ein „Al- Kaida“ Führer im Jemen durch eine Drohe der USA ermordet.
Gerade der 11.09.2001 steht heute noch unter dem dringenden Verdacht, von amerikanischen Geheimdiensten inzidiert worden zu sein, um vor der ganzen Welt die Legitimation zu bekommen, in den Irak oder Afghanistan einzumarschieren.

Wer aber begreift, dass Gewalt und Terror nicht mit gleichen Mitteln beantwortet werden darf, das Gerichte, also weder Militärtribunale noch Medien Recht zu sprechen haben gegen geglichen terroristischen Aussatz/ Ansatz auf dieser Erde, der muß auch Recht für alle und Anklage gegen Staaten wie die USA, England, Italien, Frankreich, Deutschland, ja, eben gegen die NATO und all ihre Helfershelfer erheben!

Denkt darüber nach!

Andreas Krödel

„Das freigeistige Wort zum Sonntag“, den 06.05.2012

Hinweis zu „Das freigeistige Wort zum Sonntag“: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren veröffentlicht wird, über welche dann diskutiert werden kann.

Die Redaktion liegt bei Andreas Krödel. Das bedeutet, das an seine Adresse (an-kroedel@t-online.de) jederzeit unter der Bemerkung „WzS – Entwurf“ Texte gesendet werden können und diese dann zeitlich eingeordnet und dann in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag veröffentlicht werden. Ich hoffe auf aktive Vielfalt. Für die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.
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Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 06.05.2012 von Andreas Krödel

„Seht mir doch diese Überflüssigen! Krank sind sie immer, sie erbrechen ihre Galle und nennen es Zeitung. sie verschlingen einander und können sich nicht einmal verdauen.
Seht mir doch diese Überflüssigen! Reichtümer erwerben sie und werden ärmer damit. Macht wollen sie und zuerst das Brecheisen der Macht, viel Geld – diese Unvermögenden!“
[Nietzsche: Also sprach Zarathustra, S. 65. 100 Werke der Philosophie, die jeder haben muss, S. 32731 (vgl. Nietzsche-W Bd. 2, S. 315)]

Geld, Geld gleich Macht, Geld als Mittel, andere Menschen zu übertrumpfen, egal wofür.
Doch was ist Geld? Es wird zu einer virtuellen Größe ohne Praxisbezug.
Gehe ich durch die Straßen, lese ich in fast jedem Schaufenster, überall auf bunten Plakaten Begriffe wie „Sale“, „Sonderaktion“, man verspricht „Rabatte“ ja bis zu 70 %, alles wird billig angeboten, „Schnäppchen“ sind überall zu haben.
Lese ich die Nachrichten, da ist von Milliarden, gar Billionen die Rede, welche da hin und hergeschoben werden.
Kaum eine Stadt, kaum ein Staat, der nicht hoch verschuldet ist und sich weiter verschuldet. Dort aber, wo das Geld seine wirkliche Rolle entfalten muß, fehlt es.
„Gespart!“ (heute eines der ganz großen Unwörter) werden muß bei solchen Dingen wie Sozialausgaben – das Gesundheitswesen mutiert selbst zu einem kranken Wesen – Löhne, Renten bleiben unterhalb der „Inflationsrate“ – Billigjobs, Hartz IV, Zeitarbeitsfirmen mit durchschnittlich 30% weniger Bezahlung höhlen tarifgebundene Stammbelegschaften aus – Kultur, Sport sind schon lange nicht mehr für die Menschen da, viele Menschen können sich dies einfach nicht mehr leisten – bei Kindergärten, Schulen, im gesamten Bildungsbereich muß „gespart“ werden – aber notwendige Dinge wie Brot und Wasser, Energie, die Fahrt mit Bus oder Bahn, Benzin; Mieten, all das steigt auf immer höhere Preiseebenen.
Aber ein Kilo Bananen ist schon so ab 2,- € zu haben und täglich werden tonnenweise Lebensmittel in völlig einwandfreiem Zustand weggeworfen, vernichtet!
Ich habe trotz des Aufklebers „Keine Werbung“ etwas 3 kg Zeitungen voller Werbung und sonstigem Müll pro Woche im Briefkasten, oft auf Hochglanzpapier, also nicht einmal auf dem Klo zu verwenden, das sind Ressourcen, wo Material, Rohstoffe, Energie verschwendet wird in Größenordnungen.
Etwa ein Drittel der Menschen leben in Armut. Sie müssen elende Prozeduren über sich ergehen lassen, um wenigstens das ihnen zustehende zu bekommen. 99 % der Menschen dieser Erde leben als Sklave des Geldes. Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer.
Sinnvolle Projekte z.B. der nachhaltigen, sinnvollen Nutzung von Energie von ihrer Erzeugung bis zum Verbrauch werden durch Kapitalinteressen und ihren politischen Vasallen ausgebremst, mitunter sogar behindert.
Der eigentliche Nutzen der Wissenschaften für die Menschheit unterliegt heute eher den ökonomischen Interessen von Monopolen, Banken und Kapital. Ethik, soziale und ökologische Faktoren werden zu oft ausgegrenzt bzw. nur als Worthülsen im „Feigenblattaspekt“ verwendet.

Was jetzt folgt, zieht sich wie ein roter Faden durch viele Veröffentlichungen:
Die Menschen, die arbeiten dürfen, sind völlig ausgelaugt, Menschen, welche als Arbeitslose, Behinderte, Rentner ihr Dasein fristen müssen, haben mit sich selbst und ihrem eigentlichen Überleben zu tun; da „entspannt“ man sich eher bei einem Krimi, einer Ratesendung oder bei Fußball und Musik, die Werbung dazwischen stört zwar, aber da kann man ja bei so etwa 60 Sendern mal hin und herschalten. Sie sind „zufrieden“, geben in Umfragen an: „Es geht uns doch relativ gut.“.
Es gibt auch viele Menschen, die die Entfremdung im gegenwärtigen System erkennen, die aufstehen, auf die Straße gehen, schreiben, protestieren, aber sie sind in Grüppchen, Verbänden, Initiativen, Bewegungen zersplittert, kochen ihre eigene Suppe, anstatt gemeinsam dafür zu sorgen, das alle Menschen satt werden.
Sie nutzen auch die modernen Medien, durch Foren, Internetveröffentlichungen oder soweit es veröffentlicht wird, Zeitungen und Medien. Doch da gibt es Zensur und Verbote, da wacht die Staatssicherheit, pardon, heute heist es wohl Staats- oder Verfassungsschutz, obwohl wir überhaupt keine Verfassung haben.

Denkt darüber nach!
Andreas Krödel

„Das freigeistige Wort zum Sonntag“, den 22.04.2012

Dies ist auch hier mal wieder eine Abmeldung meinerseits, ich bin bis einschließlich 03.05.mal wieder in Sachsen unterwegs, die Redaktion übernimmt freundlicherweise Kurt Wolfgang Ringel kw.ringel@freenet.de .
“Guten Tag, ich bin Jasmin Krödel, geboren am 19.04.2012 um 8.23 Uhr, ich wiege 3125 gr und bin schon 47 cm groß. Mir und meiner Mama geht es gut, wir sind wohlauf, wo ich nuckeln kann, habe ich auch schon herausgefunden.”
Ergänzung vom Opa: Wer mehr aufgeregter war, die Mutter, das Kind, die Tante oder ich, keine Ahnung, es ist vollbracht, die Erde hat ein neues Menschlein, es hat mich angeschaut, meinen Finger in das winzige Händchen genommen – da ist erst einmal Glück pur!!”

Opa A. Krödel

Hinweis zu „Das freigeistige Wort zum Sonntag“: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren veröffentlicht wird, über welche dann diskutiert werden kann.

Die Redaktion liegt bei Andreas Krödel. Das bedeutet, das an seine Adresse (an-kroedel@t-online.de) jederzeit unter der Bemerkung „WzS – Entwurf“ Texte gesendet werden können und diese dann zeitlich eingeordnet und dann in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag veröffentlicht werden. Ich hoffe auf aktive Vielfalt. Für die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.
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Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 22.04.2012 von Andreas Krödel
Lenin:

„Doch für Marx war die revolutionäre Dialektik nie jenes leere Modewort, jene Kinderklapper, zu der sie Plechanow, Kautsky und andere gemacht haben. Marx verstand es, mit den Anarchisten rücksichtslos zu brechen, weil diese es nicht vermochten, auch nur den „Saustall“ des bürgerlichen Parlamentarismus auszunutzen, besonders in Zeiten, da offensichtlich keine revolutionäre Situation vorhanden ist; gleichzeitig verstand er aber auch, eine wahrhaft revolutionär-proletarische Kritik am Parlamentarismus zu üben.
Einmal in mehreren Jahren zu entscheiden, welches Mitglied der herrschenden Klasse das Volk im Parlament niederhalten und zertreten soll – das ist das wirkliche Wesen des bürgerlichen Parlamentarismus, nicht nur in den parlamentarisch-konstitutionellen Monarchien, sondern auch in den allerdemokratischsten Republiken.
„Staat und Revolution
Die Lehre des Marxismus vom Staat und die Aufgaben des Proletariats in der Revolution (1)
Geschrieben August bis September 1917; Abschnitt 3 des II. Kapitels vor dem 17. Dezember 1918. Veröffentlicht 1918 als Broschüre im Verlag „Shisn i Snanije“.
Nach dem Manuskript, verglichen mit dem Text des Buches, Moskau – Petrograd 1919, Verlag „Kommunist““

Ja, heute vor vielen Jahren wurde Lenin 1870 geboren. Ist das heute noch wichtig, was kann uns das lehren?
Es ist der Beweis dafür, dass sich auch heute in der Welt nur ganz wenig geändert hat. Wir haben das „Recht“, wählen zu dürfen, wir haben „Meinungsfreiheit“, „Reisefreiheit“, wir dürfen „nach Anmeldung“ demonstrieren, dürfen Publizieren, Reden, G. Grass kann sein Gedicht veröffentlichen, ja aber nun spricht in den Medien ein Massenmörder, der „sich bestätigt fühlt“ aus Norwegen, was so frage ich mich entsetzt,“ was ist geschehen“!

Wer darf überhaupt was wählen, so zwischen fünf Übeln, wer darf was äußern, nun da verschwinden Leserbriefe, ganze Internetseiten, bringen „Medienberichte“, Funk oder Fernsehen, keineswegs nur „private Unternehmen“, auch „öffentlich –rechtliche“ Menschen quasi zu Tode, weil da verurteilt wird, was noch nicht einmal ein Gericht (welches sicher in gleicher Richtung urteilt) beschlossen hat!

usw. so mal „einfach“; „Reisen“, nun das ist so „frei“, wie der „Geldbeutel“
Nein, versteht bitte, was uns als Menschen angetan wird, in welche Richtung wird Menschsein gelenkt. Ja, denkende Menschen werden kriminalisiert, Kritiker verspottet, Mörder oder Nazis bekommen die „Livecamera“ , so etwas wird geradezu „glorifiziert“!

Aber für Lenin war es schon wichtig, dem etwas entgegenzustellen.
Auch er sah nur die Chance in einer GEMEINSAMEN! Kraft!

Aber was tun die Menschen?
Da ist eine Friedensbewegung, dort „Sitzblockaden“, Gegendemonstrationen, die Naziaufmärsche verhindern, an anderem Ort wird für das Recht auf Bildung, Gesundheit, Kultur angetreten,
da eine Antiatombewegung, da sind Naturschützer, da sind soziale Bündnisse, dort geht es gegen Krieg, da debattieren progressive Wissenschaftler, da geht es um Widerstand gegen die Verherrlichung von der Verstrickung von Militarismus, Faschismus und Kirchen, da geht es um das Thema „Aufklärung“, dort gegen Entfremdung,;
Demos, Veranstaltungen, Internetportale, Listen, Infostände, ja der Widerstand ist tatsächlich vielfältig, erreicht sogar Grundsatzurteile bei Gerichten, ja, dies ist alles vorhanden, hat Kraft, nimmt zu, aber bei solchen Einzelaktionen, was können sie ausrichten wider dem Moloch aus Kapital, Imperialismus und seinen gefolgstreuen Politikern bis Polizei, Geheimdienst, Justiz und den absolut „sensationsgeilen“, Lügen im Sinne des Imperiums verbreiteten Verblendungsmaschinerie der Medien von heute!

„Die Zeugen Jehovas“ heute, wir sprachen so über politische Details Garnisionskirche, Vernichtung der Natur nö, einmischen ist in politische Dinge nicht drin, es ist doch Kraftverschwendung, „Haschen nach dem Wind“ (Bibel, Buch Kohlehet), wir erklären eine Lösung, wenn wir gefragt werden, niemals Zersplitterung, – nein Garnisionskirche – bitte, sie können nachlesen, wir erläutern dies Ihnen an Hand der Bibel – Kirche- Militär undenkbar, Kirche falsche Götzenanbetung, ja, sie sind eine Einheit in punkto Weltanschauung (hier Theokratie“),

wir sind in Millionen Parteien, Verbänden, Bewegungen, Foren zersplittert, niemals so auch nur eine Mücke, die den Imperialismus und seine Diener nur eine kleine Hautreizung beibringen kann.

Denkt darüber nach!
Andreas Krödel

Gedicht von G. Grass

Hört denn das Nazigequatsche nie auf, der rechte Pöbel profitiert!

Günter Grass hat ein Gedicht geschrieben, ja, ich stimme der „Jungen Welt“ zu, „er hat recht.“
Mir sei ein vielleicht etwas wütender Beitrag hier gestattet:
Wer auch nur einigermaßen die Bibel gelesen hat, wer sich mit Geschichte jemals ernsthaft beschäftigt hat, der stellt die heutige Staatsmacht Israel, einem Ziehkind der USA, NATO, damit auch der BRD dar, was es wirklich ist, eine atomare Macht im Nahen Osten, kriegführend, brutal, Menschenrechte verachtend,, alle Nachbarn stets bedrohend, ja Grass wurde da richtig interpretiert, ein Ausgangspunkt für einen dritten Weltkrieg!!
Das hat weder etwas mit Antisemitismus oder gar der Rechtfertigung der über Jahrtausenden andauernden Verfolgung des jüdischen Glaubens mit all ihren Auswüchsen eben bis hin zur „industriellen Vernichtung“ (nach der Wannseekonferenz durch deutsche Faschisten) zu tun, nein,
was heute abgeht ist eine Propaganda, die unter dem Scheinnamen der Schuld gegenüber dem jüdischen Volk den Staat Israel als „Heilig“ spricht, die imperiale Zwecke nutzt, ihre Machtinteressen brutalsten durchzusetzen.
Juden, das eigentliche Volk der Israeliten, hat meine hohe Achtung, aber der Staat Israel in seiner jetzigen Existenz mein tiefstes Gefühl jeglicher Verurteilung, Abscheu.
Als der langjährige Vorsitzende des Zentralrates in Deutschland, Herr Bubis schon verstorben war, hat sich seine Witwe ebenfalls in diesem Sinne geäußert, als da ein Schwarm Mobbingjournalisten bei einer Pressekonferenz anwesend war, trieb es ein Reporter auf die Spitze: „Haben sie etwas gegen Juden?“ Sie antwortete damals sinngemäß:
„Niemals, aber gegen den heutigen Staat „Israel“ schon“.
Geschichtliche Realität anerkennen, die oft aus religiösen und politischem Terror heraus erwachsenen Verbrechen richtig einstufen, verurteilen, den jeweiligen Menschen das Recht auf freien Glauben, Weltanschauungen in seiner Privatsphäre zuzubilligen, das gehört zu meinen Grundüberzeugungen.
Ja, deshalb studiere ich als Kommunist und Freidenker gegenwärtig bei den Zeugen Jehovas die Bibel – ein Widerspruch zu Lenis Ausspruch: „Lernen, lernen, nochmals lernen“? ; ich sehe ihn nicht.
In diesem Sinne verstehe, akzeptiere und befürworte ich als denkender Mensch dies Gedicht von Gunter Grass, ich sehe es als Beitrag zur Erkenntnis, gegen Verblendung, als einen Beitrag, den Staat Israel von jeglicher Lehre der Bibel abzugrenzen und zu verurteilen.
All den Scheinpolitikern, gegen jeglichen Hetzern, Geschichtsverfälschern zum Trotz – so rein als Mensch!

Andreas Krödel

(kleine Bitte, stellt dies in all den Euch zur Verfügung stehenden Medien ein, ob bei der „Jungen Welt“, dem ND, oder sonstigen Publikationen, die zugänglich sind für Euch! – ja, ich denke, so etwas muß auch publik gemacht werden – es sind Grundsatzfragen, deren ewige Diskussion, Zermürbereien, Versplitterungen irgend einmal beendet werden müssen, im Interesse eine Füreinander, Miteinander, nur so können wir die Kraft werden, die Lügen, Menschenverachtung, Entfremdung endlich wirklich beiseite fegt – so sicher auch im Ansinnen von Gunter Grass – nur gemeinsam sind wir stark!)

Energiewende

Gedanken zur Energiewende
Überall ist zu lesen, dass Elektroenergie immer teurer wird.
Schon seit ich denken kann, wird zum Stromsparen aufgerufen.
Doch das Gegenteil ist der Fall. Es wird mehr Strom verbraucht und auch der Einsatz energiesparender Verbraucher, an denen geforscht und gearbeitet wurde und wird, kann diesen Trend nur bedingt abfedern.

Nun gehen die Menschen auf die Straße, protestieren.
Nehmen wir einige Beispiele:
Da gibt es die Verstromung der Braunkohle. Das bedeutet ständig neue Tagebaue, Dörfer müssen weichen, Menschen werden umgesiedelt, tiefe Eingriffe in die Natur sind notwendig. Bevor die Restlöcher wieder zu Landschaften werden, vergehen Jahrzehnte.
Beim Verbrennen entstehen giftige Gase, die aufwendig absorbiert werden müssen, oder eben wie CO2 in die Luft geblasen werden.
Nun gibt es zwar Gedanken, das Gas unterirdisch zu verpressen. Aber die Folgen sind nicht bekannt, das Verfahren ist nicht sicher und birgt Risiken.
Also, auch in Anbetracht der Tatsache, dass der Rohstoff Braunkohle nur noch begrenzte Zeit verfügbar ist, dann gibt es ihn schlicht und ergreifend nicht mehr, Auslaufmodell und immer aufwendiger, fakto steigt der Strompreis.

Das haben kluge Leute schon lange erkannt und man suchte nach Alternativen.
Da kam die Idee mit Atomkraftwerken. Scheinbar billig, keine Abgase, das klang erst einmal gut. Aber spätestens nach Tschernobyl wurde klar, das sich der Mensch überschätzt hat.
Alle überhaupt denkbaren Risiken bei solch einem Prozeß auszuschließen, ob technisch oder durch z.B. Naturereignisse wie in Japan, erscheint unmöglich.
Außerdem entsteht radioaktiver, strahlender Abfall, wohin damit? Eigentlich ist die Frage ungeklärt.
Also schluß mit billig, einzelne Länder schalten die Atomkraftwerke ganz ab, man diskutiert über Ausstieg, fakto steigt der Strompreis.

Die Forschung ging inzwischen weiter. Erneuerbare Energie war das Schlagwort, Biogasanlagen, Solar oder Windkraft eroberten den Markt. Doch diese Energiearten sind dezentral, benötigen andere Verteilernetze, flexiblere Kompensationsmöglichkeiten, wenn z.B. im Norden guter Wind weht, kann viel Energie erzeugt werden, im Süden ist kaum Luftbewegung, da ist Bedarf, also muß der Strom von Nord nach Süd geleitet werden.
Solar wurde gefördert vom Staat, und obwohl der Staat 45 % des Energiepreises in Form von Steuern und Abgaben erhält, wird die Förderung drastisch reduziert.
Fakto steigt der Strompreis.

Gut, man kann dies noch fortsetzen.
Aber bei den Politikern scheint die Zeit stillzustehen. Es geht fleißig durch alle Ebenen, wie eine Energiewende aussehen könnte, Debatten werden geführt, wochenlang, jahrelang, muß aber erst im wahrsten Sinne des Wortes das „Licht“ ausgehen, bis endlich wirksame Taten folgen?

Auf die Dauer den Strompreis zu erhöhen kann nicht der richtige Weg sein. Werden auch „Großverbraucher“ entlastet, das bedeutet aber, dass wir als Bürger noch einmal drauflegen müssen, aber wer kann sich dies bald noch leisten?

Andreas Krödel

„Das freigeistige Wort zum Sonntag“, den 01.04.2012

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Die Redaktion liegt bei Andreas Krödel. Das bedeutet, das an seine Adresse (an-kroedel@t-online.de) jederzeit unter der Bemerkung „WzS – Entwurf“ Texte gesendet werden können und diese dann zeitlich eingeordnet und dann in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag veröffentlicht werden. Ich hoffe auf aktive Vielfalt. Für die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.
Dargestellte Meinungen müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 01.04.2012 von Andreas Krödel

„Nachhaltigen Einfluss auf den Geschichtsverlauf erzielten allein die revolutionären Teile der Arbeiterbewegung. Sie ersetzten in den Ländern, in denen sie siegten, den kapitalistischen Staat durch ihren eigenen. Der dient als Organisationsform zur sozialen und kulturellen Umgestaltung der Gesellschaft und zu deren Schutz. Gewiss doch, auch deren Zukunftsziel ist die Gesellschaft ohne Staat. Bis dahin muss dafür die reale Voraussetzung geschaffen werden.
Kein Individuum wird kraft Reichtums, Besitztums oder Stellung, Macht über andere Menschen oder gar eine ganze Gesellschaft auszuüben haben! Diese Revolutionäre nennen solche Gesellschaft Kommunismus.
Triumphgeheul seiner Gegner: Den gibt es doch auch nirgends! Stimmt! Kommunismus bedarf im Vergleich zum Kapitalismus höhere Wirtschaftskraft, größere Arbeitsproduktivität. Die zu erreichen, durchkreuzten bisher Bürgerkriege. Kalte und heiße Kriege, unentwegt inszeniert vom bis heute international mächtigen Imperialismus.
Aber die Auseinandersetzung ist voll im Gange. Und die früheren Siege der Revolutionäre sind mit der bösen Niederlage in Europa vor zwei Jahrzehnten keineswegs ausgelöscht! Sie schufen vielmehr den Wachstumsboden für die unübersehbaren heutigen antiimperialistischen Bewegungen und Staaten.
Hans Stahl“

„Roter Brandenburger“ 17. Jahrgang Nr.4 S.3 „Zivilgesellschaft“
(auf Nachfrage kann ich die gesamte Ausgabe als PDF – Datei gerne zusenden, ich denke, dies ist auch im Sinne der Verfasser)

Ich habe selten in der letzten Zeit so viel Optimismus gelesen, so viel an Kraft, wie in dieser Zeitung, welche mir per Mail zugesandt wurde. Ein sehr interessantes Werk von Landesvorstand der brandenburger DKP.
Ja, Worte wie Kommunismus sind besudelt, schon bei deren Nennung wird der „Verfassungsschutz hellhörig“. Doch eine Geschichtsaufarbeitung dieser Art empfinde ich persönlich als äußerst wichtig. Der heute so verbreitete Slogan: „Wir können eh nichts ändern!“ wird so ad Absurdum geführt.
Antiimperialistische Bewegungen sind weltweit zu erleben, ob bei den Friedensinitiativen, in Verbänden, Protesten gegen die Finanzherrschaft, Menschenrechts- und Umweltschutzaktionen, aber auch in klaren Details wie gegen „Stuttgart 21“, gegen den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche (eine Stätte, wo preußischer Militarismus, deutscher Faschismus, Soldaten und Krieger von der Kirche „gesegnet“ wurden). Gleiche Kräfte haben verhindert, dass die Ruppiner Heide als Bombenabwurfplatz der Bundeswehr genutzt wird.
Dies sind nur wenige Beispiele, die aber deutlich aufzeigen, welche Kraft dort gebündelt ist, sehe ich die Kundgebung zum Tag der Ermordung von Karl und Rosa, den ersten Mai oder die Erfolge bei Gegendemonstrationen gegen Naziaufmärsche, jetzt aktuell anstehend die Ostermärsche, ja, das gibt Mut!
Auch in meinem persönlichen Umfeld sind wir zusammengewachsen, da helfen sich Behinderte gegenseitig, wir trotzen der scheiß Bürokratie Rechte und Forderungen unsererseits ab, welche uns eigentlich zustehen, da wurde ein Mitglied der sozialen Bewegung in Brandenburg sich klar, dass er eben kein Arbeitnehmer ist, sondern Arbeiter/ Proletarier, solche Erkenntnisse zeigen deutlich, dass der „Wachstumsboden“ bereits viele Knospen hervorbringt, auch wenn dies alles vom Staat kriminalisiert, von den Medien verzerrt und verlogen wird; sie sind da!
Dort erlebt man überall wirkliche Solidarität!
Mit solchen Erfolgen kann man sicher Seiten füllen, ich möchte es hierbei mal belassen, denn die Praxis zeigt, das durch die totale Zudröhnung der Menschen durch die Medien, nur durch Tagesstreß, ob bei denen, die noch arbeiten dürfen, bei denen, die in „Ämtern“ oder bei Agenturen, Ärzten anstehen müssen, quasi „kriechen“ müssen für ein paar Pfennige das Maß dann voll ist, sie alle sind nicht mehr in der Lage, dann noch lange Texte zu bewältigen.
Mein Ziel ist nach wie vor, über diesem Boden ein „Gewächshaus“ zu errichten, welches in einer großen Breite all diesen Kräften gemeinsam besseres Wachstum zu ermöglichen, falsche Einflüsse abzuwehren (ein Gewächshaus natürlich nicht im Sinne z.B. holländischer Tomatenzucht auf künstlich, chemischer Vergewaltigung des Bodens!!).
Ich möchte schließen mit einem weiteren Zitat aus gleicher Quelle wie oben, wo eingeladen wird zu einem Film eines Zeitzeugen in Libyen:
„Was können wir tun?
Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien?, Iran? Russland? China?
An alle Menschen auf der Welt:
Euer Schweigen heißt ja!!“

Zu dieser Aufzählung müssen wir aber auch Griechenland, Ungarn, Portugal usw. hinzufügen, welche zwar nicht militärisch direkt von Krieg bedroht sind, die aber finanziell, politisch und ideologisch so gegeißelt werden, dass jeglicher Gedanke, etwas für das Volk zu tun, abgewürgt wird.
Wo die Kirchen dabei stehen? Eben auf „T-Online. Nachrichten“ hereingekommen:
„Papst Benedikt XVI. hat die Kubaner zum Aufbau einer „offenen und erneuerten Gesellschaft“ aufgerufen. Die Kubaner sollten „mit den Waffen des Friedens, der Vergebung und des Verständnisses“ zum Aufbau einer „besseren Gesellschaft“ beitragen, die „menschenwürdiger“ sei, sagte das katholische Kirchenoberhaupt bei einer Messe mit 200.000 Teilnehmern in Santiago de Cuba.“
Ich habe in diesem Zitat fast zehn Unwahrheiten, Lügen, Verfälschungen gefunden und ich füge hinzu, auch die Bibel lehnt solche Dinge ab!
Ich behaupte, das dieser Mißbrauch von Worten und Begriffen auch hier beweist, wie pervers und verlogen dieses imperialistische System vor sich hinfault.

Denkt darüber nach!
Andreas Krödel

Wer am Weiterlesen interessiert sein sollte, meine Internetseite: www.andreas-kroedel.de.vu oder meine E-.Mail- Adresse: an-kroedel@t-online.de biete ich jederzeit an, um Kommentare, Fragen, Kritiken zu empfangen. Habt aber bitte Verständnis, das ich als Rentner auch viel unterwegs bin, also da doch einmal etwas Geduld – danke.
Letzter Gedanke: Die Weiterverbreitung/ Veröffentlichung meiner Texte ist ausdrücklich erlaubt und gewünscht.

Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 11.03.2012

Also nach einer Riesenflut von Mails zum Thema „Frauentag“ sehe ich mich veranlasst, meine Glückwünsche, die sehr ernst gemeint waren, etwas zu untersetzen.
Außerdem möchte ich mich bei allen Lesern mal wieder abmelden, ich fahre morgen Mittag für 10 Tage zu meinen Eltern, Frühjahrsputz im Garten steht an!
Andreas Krödel

Hinweis zu „Das freigeistige Wort zum Sonntag“: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren veröffentlicht wird, über welche dann diskutiert werden kann.

Die Redaktion liegt bei Andreas Krödel. Das bedeutet, das an seine Adresse (an-kroedel@t-online.de) jederzeit unter der Bemerkung „WzS – Entwurf“ Texte gesendet werden können und diese dann zeitlich eingeordnet und dann in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag veröffentlicht werden. Ich hoffe auf aktive Vielfalt. Für die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.
Dargestellte Meinungen müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 11.03.2012 von Andreas Krödel

„Zetkin war von 1891 bis 1917 Herausgeberin der SPD-Frauenzeitung Die Gleichheit (bzw. deren Vorläuferin Die Arbeiterin), in deren programmatischer Eröffnungsnummer sie sich erneut gegen die reformistische Vorstellung wandte, durch rechtliche Gleichstellung mit den Männern unter Beibehaltung des Kapitalismus einen Fortschritt für die Frauen erreichen zu wollen:
„‚Die Gleichheit‘ […] geht von der Überzeugung aus, dass der letzte Grund der jahrtausendealten niedrigen gesellschaftlichen Stellung des weiblichen Geschlechts nicht in der jeweils‚ von Männern gemachten‘ Gesetzgebung, sondern in den durch wirtschaftliche Zustände bedingten Eigentumsverhältnisse zu suchen ist. Mag man heute unsere gesamte Gesetzgebung dahin abändern, dass das weibliche Geschlecht rechtlich auf gleichen Fuß mit dem männlichen gestellt wird, so bleibt nichtsdestoweniger für die große Masse der Frauen […] die gesellschaftliche Versklavung in härtester Form weiterbestehen: ihre wirtschaftliche Abhängigkeit von ihren Ausbeutern.“

Später revidierte sie diese rigide Haltung und trat nun ebenfalls für das Frauenwahlrecht ein, das bereits seit 1891 zentraler Bestandteil des Parteiprogramms der SPD war.

Quelle: Internet „Wikipedia“ – „Clara Zetkin“

Also, gleich eine Korrektur, es ist der 101 Jahrestag!
In diesem Sinne hat sich viel verändert zum Positiven. Viele Frauen stehen an leitenden Stellen der Wirtschaft, der Politik, aber auch bei den Protestbewegungen aller Art gehören Sie zu den aktiven Mitstreitern.
Nun kommt das große ABER: Oft bekommen sie für gleiche Arbeit weniger Geld als Männer, haben weniger Aufstiegschancen. Zu oft befriedigen sich Parteien, Verbände, Betriebe usw. mit sogenannten „Frauenquoten“, das sehe ich als falschen Kunstgriff des Nichtverstehens dessen, was „Gleichheit vor dem Gesetz“ wirklich beinhaltet.
Und in den Kirchen oder Religionen ist (zu mindestens in nur ein paar Ausnahefällen gleichberechtigt) die Frau untergeordnet, weniger „wert“ als Männer.
„Gebraucht“ wurden sie schon immer, zur Fortpflanzung sowieso, als „Putze“, in der Küche, ja, auch als Lustobjekt – und in diesem Wort steckt der Widerspruch, „Objekt“ und eben nicht „Subjekt“! Das ist aber ein riesiger Unterschied, und viele Männer sehen das noch heute so, wie vor tausenden Jahren.
Ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass die Frau in der Gesellschaft besser gestellt wurde, dass aber viele Männer auf dieses Niveau herabgewürdigt wurden, da sehe ich keinen Fortschritt darin!
In den heutigen Slogan ausgedrückt könnte man sagen:
„Gleicher Lohn für alle, ob Facharbeiter, Hilfskraft oder Professor, ob Mann oder Frau!“
„Arbeit für alle, die dazu fähig sind, mit Rainer Thiel: „Arbeit fair teilen, 30 – Stundenwoche für alle reicht!“
„ gesichertes Grundeinkommen“ für alle Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen (Kranke, Behinderte, Alte) nicht am Arbeitsprozess teilnehmen können!“

Schon an diesen Beispielen zeigt sich, wie Gleichbehandlung realisierbar ist, für ALLE.
Damit kann ganz einfach der Grundstein gelegt werden, nicht im falschen Sinne von „Quoten“, sondern im Sinne der Selbstverwirklichung der Menschen an sich ein großes Stück der Entfremdung zu überwinden, ja, so bräuchten wir weder auf die „große Revolution“ oder „das Jüngste Gericht“ zu warten, zu hoffen, wenn es gelingt, dies den Mächtigen abzutrotzen, dann haben wir m.E. einen wirklichen Sieg errungen, ein großes Vermächtnis von Clara Zetkin erfüllt, um damit würdig den Frauentag zu begehen, täglich!

Ich wünsche ein schönes Wochenende!
Andreas Krödel
P.S.: Für alle philosophisch interessierten Menschen vielleicht noch der Hinweis, wie auch ein angeblich „objektives, neutrales Lexikon“ wie „Wikipedia“ einseitig darstellt, Dinge falsch oder verzerrt betont, sieht man am Eingangszitat nur zu deutlich!