{"id":84,"date":"2011-08-25T16:56:24","date_gmt":"2011-08-25T14:56:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/kroedel\/wp\/?p=84"},"modified":"2011-08-25T16:56:24","modified_gmt":"2011-08-25T14:56:24","slug":"das-freigeistige-wort-zum-sonntag-23082011-fur-th-loch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-kroedel.de\/?p=84","title":{"rendered":"Das freigeistige Wort zum Sonntag, 23.08.2011 f\u00fcr Th. Loch"},"content":{"rendered":"<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber welche  dann diskutiert werden kann.<\/p>\n<p>Die Redaktion liegt bei Andreas Kr\u00f6del. Das bedeutet, das an seine Adresse  (an-kroedel@t-online.de) jederzeit unter der Bemerkung &#8222;WzS &#8211; Entwurf&#8220; Texte gesendet werden k\u00f6nnen und diese dann zeitlich eingeordnet und dann in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag ver\u00f6ffentlicht werden. Ich hoffe auf aktive Vielfalt. F\u00fcr die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.<br \/>\nDargestellte Meinungen m\u00fcssen nicht mit der Meinung der Redaktion \u00fcbereinstimmen. <\/p>\n<p>Das freigeistige Wort zum Sonntag, Sonderausgabe \u2013 23.08.2011  gewidmet Th. Loch<\/p>\n<p>\u201eJedenfalls steht es ganz au\u00dfer Zweifel, da\u00dfA es in jeder Etappe eines Entwicklungsprozesses nur einen einzigen Hauptwiderspruch gibt, der die f\u00fchrende Rolle spielt.<br \/>\nHieraus folgt: Wenn ein Proze\u00df mehrere Widerspr\u00fcche enth\u00e4lt, mu\u00df einer von ihnen der Hauptwiderspruch sein, der die f\u00fchrende und entscheidende Rolle spielt, w\u00e4hrend die \u00fcbrigen nur eine sekund\u00e4re, untergeordnete Stellung einnehmen. Infolgedessen mu\u00df man sich beim Studium eines komplizierten Prozesses, der zwei oder noch mehr Widerspr\u00fcche enth\u00e4lt, die gr\u00f6\u00dfte M\u00fche geben, den Hauptwiderspruch herauszufinden. Sobald dieser festgestellt ist, kann man alle Probleme leicht l\u00f6sen. Das ist die Methode, die uns Marx in seiner Untersuchung der kapitalistischen Gesellschaft vordemonstriert hat. Lenin und Stalin zeigten uns die Anwendung eben dieser Methode, als sie den Imperialismus und die allgemeine Krise des Kapitalismus sowie die Wirtschaft der Sowjetunion untersuchten. Tausende und aber Tausende Gelehrte und Praktiker verstehen diese Methode nicht; das Ergebnis ist, da\u00df sie in einem dichten Nebel umherirren, vergeblich nach dem Hauptkettenglied suchen und daher auch die Methode zur L\u00f6sung der Widerspr\u00fcche nicht finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Diktatur des Proletariats oder die Diktatur des Volkes festigen hei\u00dft eben die Voraussetzungen vorbereiten f\u00fcr die Liquidierung dieser Diktatur und f\u00fcr den \u00dcbergang auf eine h\u00f6here Stufe, wo jegliches Staatssystem abgeschafft wird. Die kommunistische Partei gr\u00fcnden und entwickeln hei\u00dft eben die Voraussetzungen f\u00fcr das Verschwinden der kommunistischen Partei wie aller politischen Parteien \u00fcberhaupt vorbereiten. Eine von der kommunistischen Partei geleitete revolution\u00e4re Armee schaffen und einen revolution\u00e4ren Krieg f\u00fchren hei\u00dft die Voraussetzungen f\u00fcr die endg\u00fcltige Beseitigung aller Kriege vorbereiten. Das ist eine ganze Reihe von Gegens\u00e4tzen, die gleichzeitig einander erg\u00e4nzen.\u201c<\/p>\n<p>Mao Tse-Tung:<br \/>\n\u201e\u00dcber den Widerspruch\u201c<\/p>\n<p>Was hier 1926 geschrieben wurde, im Dietz- Verlag 1952 ver\u00f6ffentlicht wurde, \u00fcbrigens auf Basis einer \u00dcbersetzung aus dem russischen; war nur ein Text, den ich bei Rainer Thiel in den B\u00fcchern fand. Das Internet hat mir bei der Angabe dieser Daten auch sofort den ganzen Nachlass von Mao zug\u00e4nglich werden lassen. Vergleiche ich diesen so alten Text mit vielen Erscheinungen der Gegenwart, wende ihn also an, mu\u00df ich feststellen, dass dies wirklich die Methode ist, wirklichen Kampf gegen den Imperialismus zu f\u00fchren.<br \/>\nDer Hauptwiderspruch ist der der Entfremdung der Menschen von ihrer Arbeit durch Ausbeutung. Damit entfremden wir uns von der Natur, damit werden wir von Politik, Bildung, Kultur; auch von der Philosophie oder unserer Gesundheit entfremdet. Das ist heute wie damals Marx pur.<br \/>\nDer Imperialismus versteht es hervorragend, wie schon ein Goebbels; mit Worten wie Volkswirtschaft, Freiheit, soziale Gerechtigkeit oder auch Demokratie den Menschen vorzut\u00e4uschen, das w\u00e4re erreicht.<br \/>\nVon kriegerischen Gewaltverbrechen \u00fcber wirtschaftliche Erpressung, ideologische Unterwanderung durch Geheimdienste; blanke Hetze, Verzerrungen bis hin zu L\u00fcgen; Versorgung mit Waffen, Ausbildung der Terroristen \u2013 die sie dann eben mal Rebellen nennen \u2013 und sie zum Schlu\u00df, weil sie sich gegen ihre Alleinanspruchspl\u00e4ne stellen, mit Spezialeinheiten ohne etwa im V\u00f6lkerrecht \u00fcbliche Gerichtsverfahren mal liquidieren. Alles, was anders, gar besser ist als ihre Wirtschaftspolitik, und als dessen Machtapparat ihrer Politik wird vernichtet mit allen Mitteln. Heute eben Lybien und \u00c4gypten, morgen Syrien und der Iran, ist vielleicht China auch bald dran?<br \/>\nDa werden in diesem Deutschland, einer der st\u00e4rksten Imperien der Welt, auch mal so die Antifaschisten von der Polizei niedergekn\u00fcppelt, verhaftet, Wasserwerfer werden eingesetzt; &#8211; &#8211; Nur \u2013 damit Nazis in Ruhe aufmarschieren k\u00f6nnen; ist doch der Faschismus nur die h\u00f6chste Stufe des Imperialismus; warum sich also gegen die Zukunft stellen \u2013 ich glaube, mehr Hohn auf 20 Millionen Toter ist kaum aufzubringen. Den Sozialismus haben sie unterbekommen, nicht nur mit deutschen Panzern  und dem Wettr\u00fcsten nuklearer Waffen sondern auch mit den genannten Methoden der heutigen Kriegsf\u00fchrung. Reste an Eigenst\u00e4ndigkeit werden ausgerottet. Da freue ich mich doch, wenn der angeblich gefangene Sohn Gaddafis frei aus einem Auto vor einem Hotel sagen kann: \u201cWir werden die Ratten vernichten!\u201c<br \/>\nThomas Loch hat in der Freidenker \u2013ML sehr gute Beitr\u00e4ge geschrieben, die ich zu diesen Themen voll mittrage. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, diese Zeilen Ihm zu widmen. Es steht so viel geschrieben und ist allen durch Medien zug\u00e4nglich, aber es liest eben keiner und da liegt der Fehler, den das System hervorgebracht hat; die einen haben nie selbstst\u00e4ndig lesen und eigenes Denken gelernt und die anderen sind so mit Stre\u00df, \u00dcberstunden, Mobbing usw. in ihrer Arbeit gefangen, das sie einfach keine Zeit finden k\u00f6nnen, neben Familie sich auch noch mit diesen Zusammenh\u00e4ngen besch\u00e4ftigen zu k\u00f6nnen. Die, die Zeit finden, daran zu arbeiten, Standpunkte darstellen, sie stehen also so gut wie ohne Resonanz da, arbeiten meist ins Leere.<br \/>\nSie, diese Imperialisten, werden es wohl bald geschafft haben, die Welt so unter sich aufzuteilen; das sie die Aufgabe, die Hitler \u00fcbernehmen sollte, mit diesen Mitteln erf\u00fcllen.<br \/>\nIch habe z.B. mir mal die Reden angeh\u00f6rt, die Ernst Th\u00e4lmann, Walter Ulbricht, Wilhelm Pieck usw. bis 1933 ja, im Reichstag halten konnten, die Rede von Clara Zetkin als \u00c4ltestenpr\u00e4sidentin, sie haben gegen den Faschismus gek\u00e4mpft als Hauptaufgabe (Hauptwiderspruch), eine SPD hat sich davon distanziert  und \u201eDie Linke\u201c geht nun auch diesen Weg in die Richtung (auch der DFV!). Da frage ich mich, ob jemals ein Mensch die \u201eKritik am Gothaer Programm\u201c von Marx gelesen und verstanden hat. Dann w\u00e4re es weder zu Weltkriegen, Atombomben \u00fcber Hiroshima, einer \u201eWende\u201c oder Vietnam bis Lybien gekommen!;<br \/>\nund noch heute schreit es uns aus den Medien entgegen, das der damals einzige Weg der Vereinigung der Arbeiter in die SED eine von sowjetischer Seite gef\u00f6rderte Zwangsvereinigung  gewesen sei; sie war ebenso notwendig wie die Mauer in dieser konkreten historischen Lage.<br \/>\nIn diesem Sinne- pennt ruhig weiter!<br \/>\nAndreas Kr\u00f6del<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber welche dann diskutiert werden kann. Die Redaktion liegt bei Andreas Kr\u00f6del. 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