{"id":82,"date":"2011-08-14T14:52:56","date_gmt":"2011-08-14T12:52:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/kroedel\/wp\/?p=82"},"modified":"2011-08-14T14:52:56","modified_gmt":"2011-08-14T12:52:56","slug":"das-freigeistige-wort-zum-sonntag-sonderausgabe-14082011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-kroedel.de\/?p=82","title":{"rendered":"Das freigeistige Wort zum Sonntag, Sonderausgabe 14.08.2011"},"content":{"rendered":"<p> Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber welche  dann diskutiert werden kann.<\/p>\n<p>Die Redaktion liegt bei Andreas Kr\u00f6del. Das bedeutet, das an seine Adresse  (an-kroedel@t-online.de) jederzeit unter der Bemerkung &#8222;WzS &#8211; Entwurf&#8220; Texte gesendet werden k\u00f6nnen und diese dann zeitlich eingeordnet und dann in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag ver\u00f6ffentlicht werden. Ich hoffe auf aktive Vielfalt. F\u00fcr die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.<br \/>\nDargestellte Meinungen m\u00fcssen nicht mit der Meinung der Redaktion \u00fcbereinstimmen. <\/p>\n<p>Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 21.08.2011 von Andreas Kr\u00f6del<\/p>\n<p>\u201eIrgendwo gibt es noch V\u00f6lker und Herden, doch nicht bei uns, meine Br\u00fcder: da gibt es Staaten.<br \/>\nStaat? Was ist das? Wohlan! Jetzt tut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich euch mein Wort vom Tode der V\u00f6lker.<br \/>\nStaat hei\u00dft das k\u00e4lteste aller kalten Ungeheuer. Kalt l\u00fcgt es auch; und diese L\u00fcge kriecht aus seinem Munde: \u00bbIch, der Staat, bin das Volk.\u00ab\u201c<br \/>\n[Nietzsche: Also sprach Zarathustra, S. 62. 100 Werke der Philosophie, die jeder haben muss, S. 32728 (vgl. Nietzsche-W Bd. 2, S. 313)]<\/p>\n<p>Nun kann man fragen, wieso ich ein Zitat ausgerechnet von Friedrich Nietzsche verwende, ist der Kr\u00f6del jetzt total durchgeknallt? Was da, und an vielen anderen Stellen von diesem Philosophen geschrieben steht, hat zutreffenden Charakter, es kommt nur darauf an, es im richtigen Sinne zu interpretieren, anzuwenden. Das ist nat\u00fcrlich nicht zu verstehen als bedingungslose Anerkennung aller Theorien dieses Mannes, schlie\u00dflich haben ihn die Faschisten ebenfalls missbraucht mit der These vom \u201e\u00dcbermensch\u201c und so weiter. Wer aber einmal weiterliest, sich damit mal auseinandersetzt, der wird erkennen, dass die Werke von ihm auch sehr viel analytischen Charakter f\u00fcr diese Gesellschaft bis zur Gegenwart in sich birgt.<br \/>\nIch habe neulich einen Freidenker zum Thema \u201eBibel\u201c schreiben m\u00fcssen: \u201eWas Du nicht kennst, darfst Du auch nicht einfach verurteilen\u201c. Sicher verf\u00fcgt die Welt heute frei zug\u00e4nglich \u00fcber Milliarden von B\u00fcchern, Internetseiten; Texte und Meinungen, Wertungen \u2013 das schafft kein Mensch, jemals in seinen paar Lebensjahren zu verarbeiten. Hier erscheint es mir wichtig, da beziehe ich mich mal wieder auf Rainer Thiel: Es kann bei einer Arbeitszeit von 20 h pro Woche so viel geschaffen werden, das alle Menschen ausreichend versorgt sind. Den Rest, was heute nur allgemeine Akkumulation der Kr\u00e4fte ist, k\u00f6nnte dann durch Bildung, Kultur, Auseinandersetzung mit der gegenw\u00e4rtigen Gesellschaft (politisches Einmischen) ausgef\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>Ich erlaube hier mal einen kleinen Beitrag  einzuf\u00fcgen, den ich am 14.08.2011 f\u00fcr \u201eWiki der Brandenburgischen Freidenker\/innen\u201c geschrieben habe:<br \/>\n\u201eHallo<br \/>\neigentlich besteht diese Gleichstellung mit dem \u00dcberst\u00fclpen des Grundgesetzes der BRD schon seit der &#8222;Wiedervereinigung&#8220;.<br \/>\nin Artikel 3\/3 (Ausgabe 1994) steht: &#8222;Niemand darf wegen&#8230;.Herkunft&#8230;seines Glaubens, seine religi\u00f6sen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.&#8220;<br \/>\nin Artikel 4\/1 lesen wir: &#8222;Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religi\u00f6sen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.&#8220; <\/p>\n<p>Klingt doch erst einmal gut; die Realit\u00e4t ist eine andere; nur weil unsere Herkunft DDR ist, bekommen wir f\u00fcr gleiche Arbeit weniger Geld, Kirchen werden einseitig mit Geld versorgt und wer behindert ist, kann selbst ein Lied davon singen, wie schwer es ist, Unterst\u00fctzung zu bekommen.<\/p>\n<p>Auch in der Verfassung des Landes Brandenburg Artikel 36 (5) (Ausgabe vom 20.08.1992)steht geschrieben: &#8222;Vereinigungen zur gemeinsamen Pflege einer Weltanschauung werden den Religionsgemeinschaften gleichgestellt.&#8220;<\/p>\n<p>Alles klar also, warum bekommt aber der DFV z.B. auf seine Mitgliederzahl bezogen nicht eben so viel Steuergelder wie die Kirchen?<br \/>\nBlo\u00df mal so zum Nachdenken!<br \/>\nAndreas\u201c<br \/>\nWarum hat der \u201eSoziale, Freiheitliche, Demokratische Rechtsstaat BRD\u201c bis heute keine vom Volk beschlossene Verfassung, sondern ein \u201eGrundgesetz\u201c, in dessen Pr\u00e4ambel steht:<br \/>\n\u201eIm Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott\u2026\u201c?<br \/>\nHeute, am 14.08 erschien die kleine Onlinezeitung \u201eArtikel EINS\u201c, die Lekt\u00fcre ist so interessant, dass ich sie nur weiterempfehlen kann.<\/p>\n<p>Das belegt m.E. deutlich, wie recht Nietzsche mit diesem Zitat hatte.<br \/>\nDenkt dar\u00fcber nach!<br \/>\nAndreas Kr\u00f6del<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber welche dann diskutiert werden kann. 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