{"id":80,"date":"2011-07-26T08:48:53","date_gmt":"2011-07-26T06:48:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/kroedel\/wp\/?p=80"},"modified":"2011-07-26T08:59:02","modified_gmt":"2011-07-26T06:59:02","slug":"das-freigeistige-wort-zum-sonntag-den-31072011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-kroedel.de\/?p=80","title":{"rendered":"Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 31.07.2011"},"content":{"rendered":"<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber welche  dann diskutiert werden kann.<\/p>\n<p>Die Redaktion liegt bei Andreas Kr\u00f6del. Das bedeutet, das an seine Adresse  (an-kroedel@t-online.de) jederzeit unter der Bemerkung &#8222;WzS &#8211; Entwurf&#8220; Texte gesendet werden k\u00f6nnen und diese dann zeitlich eingeordnet und dann in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag ver\u00f6ffentlicht werden. Ich hoffe auf aktive Vielfalt. F\u00fcr die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.<br \/>\nDargestellte Meinungen m\u00fcssen nicht mit der Meinung der Redaktion \u00fcbereinstimmen. <\/p>\n<p>Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 31.07.2011 von Andreas Kr\u00f6del<\/p>\n<p>Ausz\u00fcge von Karl Liebknecht:<\/p>\n<p>\u201eDer Hauptfeind steht im eigenen Land !<br \/>\nFlugblatt Mai 1915<br \/>\n________________________________________<br \/>\nWas seit zehn Monaten, seit dem Angriff \u00d6sterreichs auf Serbien, t\u00e4glich zu erwarten war, ist eingetreten: Der Krieg mit Italien ist da.<br \/>\nDie Volksmassen der kriegf\u00fchrenden L\u00e4nder haben begonnen, sich aus den amtlichen L\u00fcgennetzen zu befreien. Die Einsicht in die Ursachen und Zwecke des Weltkrieges, in die unmittelbare Verantwortlichkeit f\u00fcr seinen Ausbruch hat sich auch im deutschen Volk verbreitet. Der Irrwahn heiliger Kriegsziele ist mehr und mehr gewichen, die Kriegsbegeisterung geschwunden, der Wille zum schleunigen Frieden m\u00e4chtig emporgewachsen, allenthalben &#8211; auch in der Armee!<br \/>\nEine schwere Sorge f\u00fcr die deutschen und \u00f6sterreichischen Imperialisten, die sich vergeblich nach Rettung umsahen. Sie scheint ihnen jetzt gekommen. Italiens Eingreifen in den Krieg soll ihnen die willkommene Gelegenheit bieten, neuen Taumel des V\u00f6lkerhasses zu entfachen, den Friedenswillen zu ersticken, die Spur ihrer eigenen Schuld zu verwischen. Sie spekulieren auf die Verge\u00dflichkeit des deutschen Volkes, auf seine nur allzuoft erprobte Langmut.<br \/>\nW\u00fcrde der saubere Plan gl\u00fccken, das Ergebnis zehnmonatiger blutiger Erfahrung w\u00e4re zunichte, das internationale Proletariat st\u00fcnde wiederum entwaffnet da, v\u00f6llig ausgeschaltet als selbst\u00e4ndiger politischer Faktor.<br \/>\nDer Plan mu\u00df zuschanden werden &#8211; sofern der dem internationalen Sozialismus treu gebliebene Teil des deutschen Proletariats seiner geschichtlichen Sendung in dieser ungeheuren Zeit eingedenk und w\u00fcrdig bleibt. ..<br \/>\nDie Feinde des Volkes rechnen mit der Verge\u00dflichkeit der Massen &#8211; wir setzen dieser Spekulation entgegen die Losung:<br \/>\nAlles lernen, nichts vergessen!<br \/>\nNichts vergessen !<br \/>\n&#8212;&#8212;Nicht vergessen gilt&#8217;s, wie mit dem deutschen Volke gerade in der italienischen Frage gespielt worden ist, gespielt von den sehr ehrenwerten deutschen Patrioten.<br \/>\n\u2026.! Sorgt, da\u00df er das Vorbild der Internationale werde!<br \/>\nW\u00e4re er es seit jenen Augusttagen gewesen, es st\u00fcnde besser in der Welt. Es st\u00fcnde besser um das internationale Proletariat.<br \/>\nAber kein Zusp\u00e4t kennt entschlossener Kampfeswille!<br \/>\nAbgewirtschaftet hat die unsinnige Parole des \u00bbDurchhaltens\u00ab, die nur immer tiefer in den Malstrom der V\u00f6lkerzerfleischung f\u00fchrt. Internationaler proletarischer Klassenkampf gegen internationale imperialistische V\u00f6lkerzerfleischung hei\u00dft das sozialistische Gebot der Stunde.<br \/>\nDer Hauptfeind jedes Volkes steht in seinem eigenen Land!<br \/>\nDer Hauptfeind des deutschen Volkes steht in Deutschland: der deutsche Imperialismus, die deutsche Kriegspartei, die deutsche Geheimdiplomatie. Diesen Feind im eigenen Lande gilt&#8217;s f\u00fcr das deutsche Volk zu bek\u00e4mpfen, zu bek\u00e4mpfen im politischen Kampf, zusammenwirkend mit dem Proletariat der anderen L\u00e4nder, dessen Kampf gegen seine heimischen<br \/>\nDer Hauptfeind steht im eigenen Land!<br \/>\n________________________________________<br \/>\nPfad: \u00bb..\/kl\/\u00ab<br \/>\nVerkn\u00fcpfte Dateien: \u00bb..\/format.css\u00abTrotz alledem!<br \/>\nRote Fahne, 15. Januar 1919.<br \/>\n________________________________________<br \/>\nGeneralsturm auf Spartakus!&#8230;<br \/>\n&#8212;&#8212;Und ganz Deutschland ist durch sie in Schande gest\u00fcrzt. Bruderverr\u00e4ter regieren das deutsche Volk, Bruderm\u00f6rder. \u00bbSchreibtafel her, ich mu\u00df es schreiben.\u00ab<br \/>\nOh, ihre Herrlichkeit kann nicht lange w\u00e4hren; eine Galgenfrist, und sie werden gerichtet sein.<br \/>\nFeuerbr\u00e4nde schleudern ihre Thesen in Millionen Herzen, Feuerbr\u00e4nde der Emp\u00f6rung\u2026\u2026<br \/>\nDenn Spartakus \u00ac das hei\u00dft: Feuer und Geist, das hei\u00dft: Seele und Herz, das hei\u00dft Wille und Tat der Revolution des Proletariats. Und Spartakus \u00ac das hei\u00dft alle Not und Gl\u00fcckssehnsucht, alle Kampfentschlossenheit des klassenbewu\u00dften Proletariats. Denn Spartakus, das hei\u00dft Sozialismus und Weltrevolution.<br \/>\nNoch ist der Golgathaweg der deutschen Arbeiterklasse nicht beendet \u00ac aber der Tag der Erl\u00f6sung naht. Der Tag des Gerichts f\u00fcr die Ebert-Scheidemann-Noske und f\u00fcr die kapitalistischen Machthaber, die sich noch heute hinter ihnen verstecken. Himmelhoch schlagen die Wogen der Ereignisse \u00ac wir sind es gewohnt, vom Gipfel in die Tiefe geschleudert zu werden. Aber unser Schiff zieht seinen geraden Kurs fest und stolz dahin bis zum Ziel.<br \/>\nUnd ob wir dann noch leben werden, wenn es erreicht wird \u00ac leben wird unser Programm; es wird die Welt der erl\u00f6sten Menschheit beherrschen. Trotz alledem!<br \/>\nUnter dem Dr\u00f6hnen des herangrollenden wirtschaftlichen Zusammenbruchs werden die noch schlafenden Scharen der Proletarier erwachen wie von den Posaunen des J\u00fcngsten Gerichts, und die Leichen der hingemordeten K\u00e4mpfer werden auferstehen und Rechenschaft heischen von den Fluchbeladenen. Heute noch das unterirdische Grollen des Vulkans \u00ac morgen wird er ausbrechen und sie alle in gl\u00fchender Asche und Lavastr\u00f6men begraben.<\/p>\n<p>________________________________________<br \/>\nPfad: \u00bb..\/kl\/\u00ab<br \/>\nVerkn\u00fcpfte Dateien: \u00bb..\/format.css\u00ab\u201c<br \/>\nJa, der Gedanke stammt von K.W. Ringel; der August ist wieder voll (siehe auch Kalender von Ulf Rassmann) an historischen Daten. Am 13.08.1871 wurde Karl Liebknecht geboren, 1926 Fidel Castro, am 13. August 1961 begann der \u201eMauerbau\u201c in Berlin, ein \u201eantifaschistischer Schutzwall\u201c &#8211; ein neuer Krieg begann, sich in neuen Formen zu entwickeln, der \u201ekalte Krieg\u201c zwischen den Systemen. \u201eTrotz alledem!\u201c, dieser Satz von Karl eroberte die Welt. Was wir heute wollen, steht bereits in seine Zitaten (\u00fcbrigens 1915!!!). \u201eDer Hauptfeind steht im eigenen Land\u201c, das ist eben der absterbende Imperialismus Was haben wir erreicht, sind wir Th\u00e4lmann treu geblieben?<br \/>\nDie wirklichen Feinde, Karl Liebknecht nennt ihre Namen, auch die, die f\u00fcr die imperialistische Reaktion morden, Unterdr\u00fccken, Gewalt aus\u00fcben, Kriege f\u00fchren, die Umwelt zerst\u00f6ren, dieser Feind steht fast \u00fcberall auf dieser Welt nach wie vor an der Macht, ob Amerika oder Europa, ob in Chile oder Deutschland. Sie geben sich scheinbar\u201c demokratisch, sozial, gerecht, solidarisch, freiheitlich und friedlich\u201c und ihre Medien verkaufen das auch so; m\u00fcssen von der Realit\u00e4t ablenken.<br \/>\nSie haben Rosa und Karl, Ernst und viel Millionen mit ihnen ermordet, sich versucht, der Wahrheit zu entziehen, aber eben deshalb sind wir heute hier und m\u00fcssen ihren Kampf fortsetzen!<br \/>\nDas soll alle fortschrittlichen Menschen einen zu der Macht, die das Inferno endlich beiseite fegen kann.<br \/>\nDas schreibe ich alles seit Jahrzehnten immer wieder, habe Zuspruch erhalten, viel Ignoranz erfahren und mu\u00dfte schmerzliche, bis zu pers\u00f6nlichen Angriffen in verbaler Form, Kritiken hinnehmen. In einigen Monaten werde ich meinen winzigen Beitrag zur Geschichte der Freidenker in digitaler Form dem DFV \u00fcbergeben f\u00fcr ein Archiv, dessen sich m\u00f6glichst viele Menschen bedienen k\u00f6nnen. Ich kam 1989 zur Freidenkerbewegung der DDR und habe mich niemals mehr einer Parteidisziplin unterwerfen wollen. Spreche ich heute mit Freidenkern, haben viele einfach \u201ekeine Zeit\u201c, etwas zu lesen oder zu schreiben; andere sind krank, m\u00fcde, haben sich abgefunden mit ihrem Dasein; manchen reicht eine monatliche Runde, eine Wanderung, ein gemeinsamer Abend \u2013 sie haben ihre Weltanschauung und wollen damit in Ruhe gelassen werden. Wieder andere rennen offene T\u00fcren ein oder verzetteln sich in Theorien, die meisten k\u00e4mpfen aber nur auf ihrem kleinen Schlachtfeld; mit all der zur Verf\u00fcgung stehenden Kraft und lobenswerter Initiative. Das ist gut zu sehen; reicht es aber wirklich aus?<br \/>\nSie haben auch den Vorsitzenden der Freidenker, Max Sievers, ermordet. Ist dies alles nicht Grund genug, weiter zu k\u00e4mpfen?<br \/>\nDa gibt es kein mitleidsvolles Klagen, da m\u00fcssen alle angebotenen Strohalme ergriffen werden und zur Macht verflochten werden. Daran mitzuwirken trotz meiner gesundheitlichen Problem ist mir Aufgabe, gibt mir Mut, Kraft, durchzuhalten, wachzur\u00fctteln und mich eben anzubieten, f\u00fcr die Aufarbeitung der Geschichte, der Gegenwart und f\u00fcr eine menschliche Zukunft in unser allem Interesse, Mensch zu sein ohne Entfremdung. Ich bin eben der Meinung, dies den Philosophen; K\u00e4mpfern und ermordeten Genossen schuldig zu sein!<br \/>\nSollte ich hiermit in diesem Umfeld falsch sein, bitte sagt es mir bitte deutlich.<\/p>\n<p>Denkt dar\u00fcber nach!<br \/>\nAndreas Kr\u00f6del<br \/>\nPS.: zwei Zitate, die mein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Freidenker gepr\u00e4gt haben:<br \/>\n\u201eEin Mensch (G.G.M.), den nur ich kenne schrieb:<br \/>\n\u201eFreidenker \u2013 Menschen mit wissenschaftlicher Weltsicht, die in hoher Streitkultur alle Themen diskutieren ohne Tabu oder parteipolitischer Einschr\u00e4nkungen; Menschen, die f\u00fcr Humanismus aktiv handeln und aktiv daf\u00fcr wirken, Entfremdung des Menschen durch den Menschen und seine Entfremdung von der Natur Schritt f\u00fcr Schritt zu \u00fcberwinden.\u201c (nach Prof.Dr.H-G.Eschke)<\/p>\n<p>&#8222;Es ist schwer, Menschen nach Parteistatuten zu orientieren, viel schwerer aber ist, Freigeister organisieren zu wollen.&#8220;<br \/>\nKr\u00f6del\u201c<br \/>\nDas \u201eKr\u00f6delsche Paradoxum\u201c  zu Zeiten des BFV mit Achim Fr\u00f6de<\/p>\n<p>Dieser Beitrag und viel andere Arbeiten sind auch nachzulesen unter: www.andreas-kroedel.de.vu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber welche dann diskutiert werden kann. 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