{"id":772,"date":"2017-01-10T19:22:26","date_gmt":"2017-01-10T18:22:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-kroedel.de\/?p=772"},"modified":"2017-01-10T19:22:26","modified_gmt":"2017-01-10T18:22:26","slug":"gelerntes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-kroedel.de\/?p=772","title":{"rendered":"Gelerntes"},"content":{"rendered":"<p>Autor: Andreas Kr\u00f6del<br \/>\nDatum:  10.01.2017<\/p>\n<p>Thema: Gelerntes<br \/>\ngegen nicht Wissen wollen<\/p>\n<p>Ich bin aufgewachsen in einem sozialistischem Staat namens DDR. Man hat uns gelehrt, das wir in der Diktatur des Proletariats leben, Mehrheit herrscht \u00fcber Minderheit.<br \/>\nDer Begriff des Proletariats wurde mit \u201eArbeiterklasse\u201c beschrieben. Schon damals habe ich gefragt, was ist das und habe weiter gelernt.<br \/>\nHeute lebe ich in einem imperialistischen Staat namens \u201eBRD\u201c, man lehrt, dies ist freiheitlich, demokratisch, rechtsstaatlich, sozial. Heute frage ich, was ist das und lerne weiter.<br \/>\nWir haben versucht, die Begriffe wieder richtigzustellen, aufzukl\u00e4ren.<br \/>\nWie lange, das Leben ist begrenzt, kann das so weiter gehen \u2013 habe ich mich gefragt und nach eigenen Antworten gesucht, welche ich allen Lesern hinterlassen will, hier ein paar Beispiele:<br \/>\nProletariat ist das heutige Volk, ob Arbeiter, Bauern, Ingenieure \u2013 ob Arbeitslose, oder Arme \u2013 ob Kranke oder Behinderte, Rentner oder Obdachlose \u2013 das ist heute f\u00fcr mich Proletariat und die scheinbaren Gr\u00e4ben dazwischen, die immer tiefer werden, sind von den Machthabern der Zeit gegraben und werden vertieft und verbreitert. Das ist, was ich gelernt habe und heute als \u201eVolk\u201c bezeichne.<br \/>\nDas Gelernte will ich umsetzen, wie kann ich das \u2013 das wurde die Frage meines Lebensinhaltes.<br \/>\nTheoretisch und praktisch &#8211;  schreiben, sprechen, argumentieren, diskutieren, heutige Publikationsm\u00f6glichkeiten nutzen, um Menschen zu erreichen, in ihrem Kampf gegen das Bestehende zu unterst\u00fctzen, Solidarit\u00e4t \u00fcben, aufzutreten in der \u00d6ffentlichkeit, Kritik an den einzelnen Ausw\u00fcchsen des gesellschaftlichen Seins verbreiten.<br \/>\nFazit: die Regierenden und auch die nach gleicher Macht strebenden ignorieren dies komplett \u2013 das habe ich nicht anders erwartet.<br \/>\nWo mein gro\u00dfe Denkfehler liegt, war aber die Erwartung, das die Menschen des Volkes den Gedanken folgen \u2013 dazu zwecks Begr\u00fcndung:<br \/>\nTausende, ja mit riesiger Teilnahme wurden Protestdemonstrationen unter hohem Aufwand der Organisatoren durchgef\u00fchrt, Widerstand geleistet auf allen Ebenen. Das Ergebnis ist n\u00fcchtern betrachtet leider, es wurde so gut wie nichts ge\u00e4ndert, wenig \u201eabgetrotzt\u201c und erreicht. Heute werde ich nun beschimpft, selbst aus den Reihen der Protestler, und noch mehr ignoriert, weil ich, so wie ich es gelernt habe, weiterzudenken, auf den Gedanken gekommen bin, daran etwas zu \u00e4ndern, um zu helfen, wirklich zu einer Macht des Volkes zu werden, welche auch imstande ist, etwas f\u00fcr das Volk zu erreichen \u2013 verwerflich, v\u00f6llig unakzeptabel!<br \/>\nNihilismus, macht sich breit, Frust, Angst, auch das wenige noch an Rest der Lebensqualit\u00e4t zu verlieren \u2013 daraus entsteht Hass und Wut, leider auch Zwietracht und Zersplitterung, negieren des Anderen, wegen dem eigenen \u201eProfil\u201c werden pers\u00f6nlichen Hasstiraden aus Furcht vor der Herausforderung des gemeinsamen Handelns verspr\u00fcht. \u201ePers\u00f6nlichkeit sein, f\u00fcr sich denken, alles andere wollen wir nicht, lassen es nicht an uns heran, wir sind die Aktivisten und wir haben\u201c \u2026.nicht einmal meine Texte bis zu Ende gelesen und aus dem Zusammenhang gerissene S\u00e4tze genutzt, verunglimpft, verspottet unter dem heutigen beherrschenden Motto \u2013 es \u00e4ndert sich dadurch eh nichts \u2013 Resignation.<br \/>\nAlso, was soll das Geschreibsel, was will der mit seiner \u201eHeilsbotschaft\u201c, wollen wir nicht, nicht das Proletariat, nicht das Volk, nicht die Denker \u2013 also habe ich doch auch einmal gelernt: \u201eDer Kl\u00fcgere gibt nach.\u201c<br \/>\nWas Menschen nicht verstehen wollen, weisen sie mit Brutalit\u00e4t aller Genre von sich \u2013 schade. Geschrieben ist dazu auch genug in unendlichen Texten, ver\u00e4ndert hat auch das nichts. Diese Theorie und diese Praxis bestimmen heute das gesellschaftlich Sein. Es herrscht: \u201eIch bin, ich habe getan, ich mache \u2013 wer bist Du, Du hast\/kannst doch selbst nichts!\u201c. Die Menschen denken sich zum eigenen Kr\u00f6sus und blockieren sich selbst, wollen das aber auf keinen Fall begreifen. Jedes noch so sachliches Hinterfragen, gar jegliche Kritik wird als Angriff auf die Person\/das eigene Handeln gewertet.<br \/>\nDie Menschen wollen keine Ver\u00e4nderung im System, am System, geschweige dem dessen \u00dcberwindung\/ Beseitigung. So kann auch Lernen beendet werden.<br \/>\nThese: \u201eWir brauchen eine Einheit in Vielheit wider das System \u2013 auf kleinsten gemeinsamen Nenner!\u201c und dies auf allen Ebenen!<\/p>\n<p>Denkt dar\u00fcber nach!<br \/>\nAndreas Kr\u00f6del<\/p>\n<p>F\u00fcr Kommentare\/ Kritiken bin ich wie immer offen, Weiterleitung oder Ver\u00f6ffentlichung absolut genehmigt, nur die kleine Bitte, teilt mir mit, wo der Text lesbar ist. Danke!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: Andreas Kr\u00f6del Datum: 10.01.2017 Thema: Gelerntes gegen nicht Wissen wollen Ich bin aufgewachsen in einem sozialistischem Staat namens DDR. Man hat uns gelehrt, das wir in der Diktatur des Proletariats leben, Mehrheit herrscht \u00fcber Minderheit. 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