{"id":72,"date":"2011-02-17T19:01:33","date_gmt":"2011-02-17T18:01:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/kroedel\/wp\/?p=72"},"modified":"2011-02-17T19:01:33","modified_gmt":"2011-02-17T18:01:33","slug":"das-freigeistige-wort-zum-sonntag-den-20022011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-kroedel.de\/?p=72","title":{"rendered":"&#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;, den 20.02.2011"},"content":{"rendered":"<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber welche  dann diskutiert werden kann.<\/p>\n<p>Die Redaktion liegt bei Andreas Kr\u00f6del. Das bedeutet, das an seine Adresse  (an-kroedel@t-online.de) jederzeit unter der Bemerkung &#8222;WzS &#8211; Entwurf&#8220; Texte gesendet werden k\u00f6nnen und diese dann zeitlich eingeordnet und dann in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag ver\u00f6ffentlicht werden. Ich hoffe auf aktive Vielfalt. F\u00fcr die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.<br \/>\nDargestellte Meinungen m\u00fcssen nicht mit der Meinung der Redaktion \u00fcbereinstimmen. <\/p>\n<p>Ich dr\u00e4ngle mich heute schon mal vor, mein Gesundheitszustand l\u00e4sst eben gerade zu, das ich etwas arbeiten und verfassen kann, ich hoffe, es kommt bei allen gut an und der Inhalt erregt konstruktive Debatten, es geht um Probleme, die die Existenz der Menschheit an sich betreffen, also interessant f\u00fcr jeden, der mitdenkt in dieser Zeit f\u00fcr eine bessere Zukunft.<br \/>\nAuf die Vielfalt und Vielzahl Eurer Meinungen freue ich mich schon jetzt!<br \/>\nAndreas Kr\u00f6del<br \/>\nP.S.: Bitte beachtet meine neue Kontaktadresse<\/p>\n<p>Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 20.02.2011 von Andreas Kr\u00f6del<\/p>\n<p>  \u201eUnsere Partei hat die freie Entwicklung der Pers\u00f6nlichkeit als Bedingung f\u00fcr die freie Entwicklung aller nicht nur verk\u00fcndet. Sie hat Millionen B\u00fcrger im Kampf um die politische Macht und bei deren Verteidigung bef\u00e4higt, den Sozialismus auch als Herausforderung an sich selbst zu verstehen und sich dieser Verpflichtung bewu\u00dft zu stellen. Das rechnen wir zu den historischen Verdiensten unserer Partei und das ist zweifellos eine der wesentlichen Voraussetzungen f\u00fcr die stabile politische Entwicklung in der DDR in Vergangenheit und Gegenwart.\u201c<br \/>\nZeitschrift \u201eProbleme des Friedens und des Sozialismus\u201c Oktober 1989<br \/>\nBeitrag: \u201eDemokratie und Recht in der DDR\u201c Egon Krenz  S.1302<\/p>\n<p>Das ist doch alles vorbei, Geschichte; k\u00f6nnte man denken, aber es ist nicht so.<br \/>\nWar die DDR nun der Staat des Friedens, eine humanistische Demokratie, in dem die grundlegenden Menschenrechte verwirklicht waren? Es wurde nie bestritten, das es sich um eine Diktatur handelt, die Diktatur des Proletariats, eine Herrschaftsform der Mehrheit des Volkes \u00fcber die Minderheit, eine \u00dcbergangsform zur klassenlosen Gesellschaft, zum Kommunismus.  Es gab auch Wahlen und Parteien (SED; CDU, LDPD, NDPD, DBD) in der Nationalen Front, hervorgegangen aus den Lehren der Uneinigkeit der Arbeiterbewegung, welche u.a. den Faschismus an die Macht kommen lie\u00df und  Weltkriege erm\u00f6glichte. Es gab ein einheitliches Bildungssystem in unumstrittener hoher Qualit\u00e4t, keine Arbeitslosigkeit, jeder bekam eine (wenn auch nicht unbedingt seine) Lehrstelle und gab ein kostenloses Gesundheitswesen, Polikliniken, den Arzt des Vertrauens in der N\u00e4he; gest\u00fctzte Preisbindungen z.B. f\u00fcr Mieten und Lebensmittel und der Beitrag f\u00fcr Sozialversicherung lag f\u00fcr alle gleich bei 60,00 DDR- Mark. Kultur und Sport wurden f\u00fcr alle, das ganze Leben begleitend, gef\u00f6rdert und hatten Weltniveau. Die Kinder fanden in Krippe, Kindergarten und Hort schon von fr\u00fch an Zugang zum gesellschaftlichen Miteinander, wurden betreut und versorgt, so dass die Eltern (beide!) beruhigt ihrer Arbeit nachgehen konnten.<br \/>\nImmer war eine freie Entwicklung gehemmt durch die Existenz des Imperialismus, des Klassenfeindes, Hochr\u00fcstung, Wirtschaftswettlauf und Boykott, Stacheldraht und Minen, die Mauer als eiserner Vorhang an den Grenzen, Stasi und Reisebeschr\u00e4nkungen waren Notma\u00dfnahmen, welche dringend ben\u00f6tigte Mittel in Gr\u00f6\u00dfenordnungen gebunden haben, die eigentlich z.B. im Wohnungsbau, in der Industrie, eben f\u00fcr das weitere Voranschreiten Richtung Freiheit dringender gebraucht worden w\u00e4ren. Es herrschte kalter Krieg.<br \/>\nHeute sind viele Menschen schnell fertig mit diesem Teil der Geschichte; Unrechtsstaat, SED \u2013 Regime ohne freie Wahlen, keine Meinungs-\u2013 und Reisefreiheit, Wohnungsmangel, marode Misswirtschaft und keine Bananen.  Stasi- und Spitzelstaat voller korrupter Parteibonzen, die sich mit Devisen und Westwaren des Volkes bedienten, in den Genu\u00df von Privilegien kamen, Amtsmissbrauch betrieben, sch\u00f6ngef\u00e4lschte Statistiken und einseitig berichtende, politisch mi\u00dfbrauchte Medien, keine Pressefreiheit.<br \/>\nDas war die DDR, der real existierende Sozialismus? Noch heute ist mit einer objektiven Aufarbeitung der Geschichte nicht einmal begonnen worden.<br \/>\nSt\u00e4ndig steigende Beitr\u00e4ge der Pflichtversicherungen, Zuzahlungen im Gesundheitswesen, Zweiklassengesellschaft, verwirrende Bildungsmodelle, Arbeitslosigkeit (noch immer sch\u00f6n nach Ost und West geteilt) wird verf\u00e4lscht durch sch\u00f6nklingende Namen wie ABM, Ein-\u20ac-Jobs oder B\u00fcrgerarbeit sowie durch Umschulungen und Weiterbildungsma\u00dfnahmen &#8211;  blo\u00df raus aus der Statistik, der Steuerzahler wird es schon begleichen; Skandal- und rummelmedien, welche uns mit M\u00fcllinformationen zusch\u00fctten und mit Werbung \u00fcberh\u00e4ufen (zur Ablenkung von der Wirklichkeit zudr\u00f6hnen), Wirtschaftsbosse und Politiker, die Unsummen an Geldern einstreichen und f\u00fcr ihre Schauspielarbeit st\u00e4ndig steigende Di\u00e4ten, Geh\u00e4lter und Renten erheischen. Der Arbeiter Ost erh\u00e4lt immer noch weniger Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit wie der Arbeiter im Westen und die Betriebskosten (alle Fixkosten) steigen st\u00e4ndig. Die Armen und Kranken werden ausgegrenzt und mit Geldern unter dem Existenzminimum abgespeist, vom gesellschaftlichen Leben abgeschnitten. Diejenigen, die Arbeit haben werden ausgesaugt, dauerhafter Stre\u00df, Ellenbogenkampf im Streben nach oben, nach mehr Geld auf Kosten der Mitarbeiter, \u00dcberstunden, Mobbing.<br \/>\n. F\u00fcr Sport, Kultur oder Sozialarbeit ist kein Geld da, die Kommunen \u2013 der gesamte Staatsmechanismus \u2013 ist hoch verschuldet, \u00fcberall klaffen Finanzl\u00fccken. Reisefreiheit ist vom Geld beschr\u00e4nkt, aber es gibt Bananen. W\u00e4hlen kann ich aus jeder Menge Parteien, B\u00fcndnissen oder anderen Organisationen immer das Gleiche, Marionettenregierungen der Herrschaft des Kapitals als einzigen wahren Machthaber.<br \/>\nDas ist die BRD, der real existierende Imperialismus?<\/p>\n<p>Der Sozialismus ist gescheitert, weil er sich nicht \u00fcberall, weltweit gleichzeitig durchgesetzt hat, weil die Aufkl\u00e4rung der Massen unzureichend war, die Theorie entsprach nicht dem gesellschaftlichen Sein; er ist am Egoismus des Einzelwesens kaputtgegangen anstatt durch die freie Entwicklung der Pers\u00f6nlichkeit gesellschaftliche Menschen, selbst bewu\u00dft denkende und mitgestaltende, am gesamtgesellschaftlichen Vorw\u00e4rts interessierte B\u00fcrger zu Taten Richtung Kommunismus zu motivieren.<br \/>\nDer Imperialismus hat seine Aufgabe in der Geschichte erf\u00fcllt, er ist zum existenzbedrohenden Moloch herangewachsen oder besser verk\u00fcmmert, welcher kein Verbrechen scheut f\u00fcr mehr Reichtum und Macht \u2013 ob Menschenrechte oder die Umwelt \u2013 es gibt nichts, wovor er Achtung hat, wenn mehr Profit und Kapital in Aussicht sind. Er wird die Welt und die Menschheit ins Chaos st\u00fcrzen, wenn er nicht bald beseitigt wird.<br \/>\nWas wollen wir aber danach?<\/p>\n<p>Andersdenkende wurden und werden schon immer \u00fcberall unterdr\u00fcckt!<\/p>\n<p>Denkt dar\u00fcber nach!<br \/>\nAndreas Kr\u00f6del<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber welche dann diskutiert werden kann. Die Redaktion liegt bei Andreas Kr\u00f6del. 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