{"id":205,"date":"2013-11-15T18:37:07","date_gmt":"2013-11-15T17:37:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-kroedel.de\/wp\/?p=205"},"modified":"2013-11-15T18:37:07","modified_gmt":"2013-11-15T17:37:07","slug":"dfwzs-17-11-2013-minderheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-kroedel.de\/?p=205","title":{"rendered":"dfWzS 17.11.2013 Minderheiten"},"content":{"rendered":"<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, da\u00df ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber die dann diskutiert werden kann.<\/p>\n<p>Die Redaktion liegt bei Andreas Kr\u00f6del. Das bedeutet, da\u00df an seine Adresse<br \/>\n(an-kroedel@t-online.de)<br \/>\njederzeit unter der Bemerkung &#8222;WzS &#8211; Entwurf&#8220;, Texte gesendet werden k\u00f6nnen und diese dann zeitlich eingeordnet in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag ver\u00f6ffentlicht werden. Aktive Vielfalt ist erw\u00fcnscht. F\u00fcr die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.<br \/>\nDargestellte Meinungen m\u00fcssen nicht mit der Meinung der Redaktion \u00fcbereinstimmen. <\/p>\n<p>Das freigeistige Wort zum Sonntag, den  17.11.2013   von Andreas Kr\u00f6del mit einer  erg\u00e4nzenden Nachbemerkung von Kurt Wolfgang Ringel<\/p>\n<p>Minderheiten<\/p>\n<p>\u201e Daniela Dahn wei\u00df aus eigener Erfahrung, dass Aufkl\u00e4rer \u00bbdie Minderheit der Minderheit\u00ab geblieben sind. Das hier besprochene Buch beweist, dass sie sich von dieser Tatsache nicht entmutigen l\u00e4sst und unbeirrt ihre selbstauferlegte Aufgabe als Verfechterin einer besseren Welt weiter erf\u00fcllt. Wahre Subjektivit\u00e4t und Humanit\u00e4t, hat Emmanuel L\u00e9vinas gesagt, ist immer Verantwortung f\u00fcr die anderen, \u00bbresponsabilit\u00e9 pour autrui\u00ab. Das ist auch die Haltung Daniela Dahns.<br \/>\nIn einer Zeit, in der die meisten Menschen sich nur um ihre \u00bbPrivacy\u00ab k\u00fcmmern und die Angelegenheiten der \u00bbres publica\u00ab den Berufspolitikern \u00fcberlassen, sorgt sie sich um das Los der Bedr\u00e4ngten und Benachteiligten und hat dar\u00fcber hin-aus die Zivilcourage, den M\u00e4chtigen offen zu widersprechen und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Das nenne ich politische Kultur, geistige Generosit\u00e4t und menschliches Format.\u201c<\/p>\n<p>Heleno Sana\u201c<br \/>\nQuelle:<br \/>\nhttp:\/\/www.danieladahn.de\/index.php?section=buecher&#038;func=viewrez&#038;buch_id=10&#038;rez_id=3&#038;PHPSESSID=cee35b5f494f43f06dfcffea01413b35<\/p>\n<p>Egoismus, Ignoranz sind es in der Summe, was Menschen trennt; bis hin zu unsachlichen Reaktionen, auch ich bin keineswegs da unbefleckt oder darf mich davon ausschlie\u00dfen, obwohl ich mich zu dieser \u201eMinderheit\u201c  der Aufkl\u00e4rer zugeh\u00f6rig f\u00fchle<br \/>\nWas Heleno Sana hier \u00fcber Daniele Dahn schrieb, sollte uns allen zu denken geben, wenn wir uns als Menschen \u00e4u\u00dfern, etwas aussagen, was wir sp\u00e4ter bitter bereuen.<br \/>\nNun sind Objektivit\u00e4t und Subjektivit\u00e4t nicht einfach trennbar, und es wird auch weiterhin passieren, dass Menschen etwas schreiben, was sie so \u00fcberhaupt nicht wollten, un\u00fcberlegt, ich sehe das Problem darin, das heute durch die Vielheit der Informationen oft nicht gelesen wird, einfach Menschen nicht auf Unzul\u00e4nglichkeiten aufmerksam gemacht werden, die sind dann wie ich der Meinung, gut, keine Reaktion, alles gut.<br \/>\n\u201cVerfeinert\u201d haben sich die Methoden der Entfremdung nur dahin, das sie immer menschenverachtender wird und nicht erkannt wird von den Menschen, und wir, k\u00f6nnen wir wirklich nur das Negative debattieren, blo\u00dfstellen, kritisieren, dagegen aufstehen oder m\u00fcssen wir nicht mal an die \u00dcberwindung der Entfremdung in Theorie und Praxis denken, scheinbar sind eins plus eins gleich zwei, zwei Potentiale kennt die Elektrik \u2013 nur die Dialektik lehrt uns doch, wenn ich etwas hinzuf\u00fcge, es sich weiter entwickelt, best\u00e4ndig, kann man auch noch eine eins hinzuf\u00fcgen und hat etwas neues, die drei, oder man steuert eben den Stromfluss anders, das hebt die Gesetze der Natur ja nie auf, nur es gibt aus neuer Erkenntnis neue Wege, ich denke, das m\u00fcssen wir alle lernen, erfordert neues denken, neue Einheit in Vielheit!<br \/>\nNicht ein paar Verbesserungen des Systems der Gegenwart hilft, das Problem an sich zu l\u00f6sen, das sind sehr notwendige Schritte in die richtige Richtung, nur es wird die Zeit kommen, wo die Menschen fragen:<br \/>\nDer alte Mist muss endlich weg, doch wie machen wir das und wonach sollen wir streben?<br \/>\nO.g. Zitat beweist bestens, dies ist m\u00f6glich! Ich finde es sehr treffend und absolut gut, das empfinde ich als Aufkl\u00e4rung;<br \/>\n\u201eAufkl\u00e4rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unm\u00fcndigkeit. \u201e<br \/>\nQuelle:<br \/>\nKant \u201eWerke in sechs B\u00e4nden\u201c K\u00f6nemann- Verlag Band 6 S.162<br \/>\nDamit schlie\u00dft sich ein Bogen zum WzS \u201eunm\u00fcndig\u201c vom 27.10.2013.<br \/>\nDas habe ich mir \u00fcberlegt!<br \/>\nSch\u00f6nen Sonntag!<br \/>\nAndreas Kr\u00f6del<br \/>\n________________________________________<\/p>\n<p>Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br \/>\nbevor ich  zu Andreas  Worten noch einige S\u00e4tze  hinzuf\u00fcge, gew\u00e4hrt  mir die  Bitte: Ich m\u00f6chte Frau Daniela Dahn nachtr\u00e4glich zu ihrem Geburtstag gratulieren. Sie ist Schriftstellerin und die Tochter  von Dr. Karlheinz Gerstner. Er hat  war  zu DDR-Zeiten  jahrelang Kommentare gesprochen zu \u00f6konomischen Themen. Mir hat an ihm besonders sein  einfache menschlicher Charakter gefallen. Verabschiedet hat er sich am Ende seiner Kommentare mit den  Worten: \u00bb&#8230;  sachlich, kritisch und optimistisch \u2013 wie immer.\u00ab <\/p>\n<p>Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br \/>\nich  habe die Quelle von  Andreas aufgest\u00f6bert.* \u00bbWenn und Aber \u2013 Anstiftungen zu einem Widerspruch\u00ab.  Wie passt das zusammen, Aufkl\u00e4rung und Widerspruch. Nun ja, das ist sehr einfach. Aufkl\u00e4rung zeigt  auch Widerspr\u00fcche  der Gesellschaft auf.  Und Aufkl\u00e4rer, sind das nicht Menschen zwischen  Utopie  und Realit\u00e4t, zwischen  Gegenwart und Zukunft.    Menschen mit Licht, das sind die Aufkl\u00e4rer. Und sie wollen den\/die Menschen den Lebensweg ausleuchten. Ein  solcher Mensch ist  Frau Daniela Dahn, die von Andreas zitiert  wird.   Vergessen wir aber nicht, kein Mensch ist fehlerfrei, ebenso  der  Aufkl\u00e4rer nicht.<br \/>\nAuch er ben\u00f6tigt den aufmunternden Zuspruch, Rat und Beistand.<br \/>\n      Aufkl\u00e4rer sind ebenfalls Erzieher des Menschengeschlechts. Und  Erzieher sind  immer in der Minderzahl.  Betrachten wir die  Menschheit  als Crew in einem Boot auf dem Lebensmeere. Neben  den Ruderern, Steuerleuten  sind  Aufkl\u00e4rer erforderlich.  Diese m\u00fcssen Sternenkundig sein, m\u00fcssen  das Meer kennen.  Deshalb kommen wir im Leben z. B. nie ohne Philosophen, nie ohne Menschen  mit  Natur- und  Lebenserfahrung aus. All das  m\u00fcssen Aufkl\u00e4rer den  Menschen vermitteln k\u00f6nnen.  Ansonsten  irren wir  blind durch unser Leben.<br \/>\nUnd solange die Menschheit auf der  Erde existiert, ist  auch Aufkl\u00e4rung   lebensnotwendig f\u00fcr die Menschen.<br \/>\n    Auch wenn Aufkl\u00e4rung in unserem Sinne hei\u00dft, die Menschen aufmerksam machen auf die miserablen  Verh\u00e4ltnisse, unter denen sie  in Ausbeutersystemen leben.  Und weiter bedeutet dies,  die Menschen  neugierig machen auf das  Land jenseits vom  Kapitalismus, jenseits von Ausbeutung und Unmenschlichkeit.  Wir  sollten uns bewusst sein:   Aufkl\u00e4rung  ist nicht allein Privileg  einer Gruppe von Menschen.  Sie ist eine Art Netzwerk, in dem  unz\u00e4hlige Menschen t\u00e4tig sind.  Die Aufkl\u00e4rer brauchen Verb\u00fcndete, mit denen  gemeinsam verkrustete  gesellschaftliche Strukturen aufgebrochen  werden k\u00f6nnen. Auch Kunst und Literatur sind Teil der Aufkl\u00e4rung. Erinnern m\u00f6chte ich  an die Radierung von Francisco de Goya: \u201eDer  Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor.\u201c<br \/>\n    Die Ursachen der Menschen, sich der Aufkl\u00e4rung zu verweigern, sind vielf\u00e4ltig. Oft  schwanken Menschen, beeinflusst durch die b\u00fcrgerlichen Medien, durch eigene Tr\u00e4gheit und Bequemlichkeit. Sie selbst wollen nur gut leben bzw. ihren Schnitt machen.  Denken Sie  an die \u201eMutter Courage\u201c in Brechts Drama.  &#8211; Vergessen  wir nicht, auch der Kapitalist  betreibt Aufkl\u00e4rung. Es ist aber eine  Pseudoaufkl\u00e4rung, ist die Umkehr  von Wahrheit in ihr Gegenteil.<br \/>\n    Von all dem wei\u00df die  Aufkl\u00e4rerin Frau Dahn.  Mit ihren  Arbeiten  versucht die Schriftstellerin  den Menschen  Mut machen.  Lernen wir aus ihren Texten, dass  nur durch Beharrlichkeit  das Ziel,  die Vermenschlichung des Menschen, erreicht werden kann. <\/p>\n<p>________________________________________<br \/>\n* Zu finden ist der Text auf der  Internetseite:    \u00bbDaniela Dahn \u2013 ich begr\u00fc\u00dfe Sie auf meinen Internetseiten\u00ab .  Dort finden Sie  auch \u00bbWenn und Aber \u2013Anstiftungen zu einem Widerspruch (Rezensionen.\u00ab  In dieser Rezension  schreibt Hele\u00f1o Sana \u00fcber Daniela Dahns Suche nach einer besseren Welt<\/p>\n<p>________________________________________<br \/>\nIch w\u00fcnsche uns allen ein sehr kritisches und nachdenkliches  Wochenende. Bleiben Sie trotz allem sachlich, kritisch und optimistisch.<\/p>\n<p>Mit  menschlichen  Gr\u00fc\u00dfen  <\/p>\n<p>Kurt Wolfgang Ringel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, da\u00df ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber die dann diskutiert werden kann. Die Redaktion liegt bei Andreas Kr\u00f6del. 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