{"id":162,"date":"2013-05-24T07:56:51","date_gmt":"2013-05-24T06:56:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-kroedel.de\/wp\/?p=162"},"modified":"2013-05-24T07:56:51","modified_gmt":"2013-05-24T06:56:51","slug":"wzs-26-05-2013-propaganda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-kroedel.de\/?p=162","title":{"rendered":"&#8222;WzS&#8220;, 26.05.2013 Propaganda"},"content":{"rendered":"<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, da\u00df ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber die dann diskutiert werden kann.<\/p>\n<p>Die Redaktion liegt bei Andreas Kr\u00f6del. Das bedeutet, da\u00df an seine Adresse<br \/>\n(an-kroedel@t-online.de)<br \/>\njederzeit unter der Bemerkung &#8222;WzS &#8211; Entwurf&#8220;, Texte gesendet werden k\u00f6nnen und diese dann zeitlich eingeordnet in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag ver\u00f6ffentlicht werden. Aktive Vielfalt ist erw\u00fcnscht. F\u00fcr die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.<br \/>\nDargestellte Meinungen m\u00fcssen nicht mit der Meinung der Redaktion \u00fcbereinstimmen. <\/p>\n<p>Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 26.05.2013 von Andreas Kr\u00f6del<\/p>\n<p>\u201eNotwendigkeit der Propaganda<br \/>\n________________________________________<br \/>\n1<br \/>\nEs ist m\u00f6glich, da\u00df in unserem Land nicht alles so geht, wie es gehen sollte.<br \/>\nAber niemand kann bezweifeln, da\u00df die Propaganda gut ist.<br \/>\nSelbst Hungernde m\u00fcssen zugeben<br \/>\nDa\u00df der Minister f\u00fcr Ern\u00e4hrung gut redet.<br \/>\n2<br \/>\nAls das Regime an einem einzigen Tage<br \/>\nTausend Menschen erschlagen lie\u00df, ohne<br \/>\nUntersuchung noch Gerichtsurteil (1)<br \/>\nPries der Propagandaminister die unendliche Geduld des F\u00fchrers<br \/>\nDer mit der Schl\u00e4chterei so lange gewartet<br \/>\nUnd die Schurken mit G\u00fctern und Ehrenstellen \u00fcberh\u00e4uft hatte<br \/>\nIn einer so meisterlichen Rede, da\u00df<br \/>\nAn diesem Tage nicht nur die Verwandten der Opfer<br \/>\nSondern auch die Schl\u00e4chter selber weinten.<br \/>\n3<br \/>\nUnd als an einem andern Tage das gr\u00f6\u00dfte Luftschiff des Reiches<br \/>\nIn Flammen aufging, weil man es mit entz\u00fcndbarem Gas gef\u00fcllt hatte (2)<br \/>\nUm das nicht entz\u00fcndbare f\u00fcr Kriegszwecke zu sparen<br \/>\nVersprach der Luftfahrtminister vor den S\u00e4rgen der Umgekommenen<br \/>\nDa\u00df er sich nicht werde entmutigen lassen, worauf<br \/>\nSich lauter Beifall erhob. Selbst aus den S\u00e4rgen<br \/>\nSoll H\u00e4ndeklatschen gekommen sein.<br \/>\n4<br \/>\nUnd wie meisterhaft ist die Propaganda<br \/>\nF\u00fcr den Abfall und f\u00fcr das Buch des F\u00fchrers!<br \/>\nJedermann wird dazu gebracht, das Buch des F\u00fchrers aufzulesen<br \/>\nWo immer es herumliegt.<br \/>\nUm das Lumpensammeln zu propagieren, hat der gewaltige G\u00f6ring<br \/>\nSich als den gr\u00f6\u00dften Lumpensammler aller Zeiten erkl\u00e4rt und<br \/>\nUm die Lumpen unterzubringen, mitten in der Reichshauptstadt<br \/>\nEinen Palast gebaut<br \/>\nDer selber so gro\u00df wie eine Stadt ist (3)<br \/>\n5<br \/>\nEin guter Propagandist<br \/>\nMacht aus einem Misthaufen einen Ausflugsort.<br \/>\nWenn kein Fett da ist, beweist er<br \/>\nDa\u00df eine schlanke Taille jeden Mann versch\u00f6nt.<br \/>\nTausende, die ihn von den Autostra\u00dfen reden h\u00f6ren<br \/>\nFreuen sich, als ob sie Autos h\u00e4tten.<br \/>\nAuf die Gr\u00e4ber der Verhungerten und Gefallenen<br \/>\nPflanzt er Lorbeerb\u00fcsche. Aber lange bevor es soweit war<br \/>\nSprach er vom Frieden, wenn die Kanonen vorbeirollten.<br \/>\n6<br \/>\nNur durch vortreffliche Propaganda gelang es<br \/>\nMillionen davon zu \u00fcberzeugen<br \/>\nDa\u00df der Aufbau der Wehrmacht ein Werk des Friedens bedeutet<br \/>\nJeder neue Tank eine Friedenstaube ist<br \/>\nUnd jedes neue Regiment ein neuer Beweis<br \/>\nDer Friedensliebe.<br \/>\n7<br \/>\nAllerdings: verm\u00f6gen gute Reden auch viel<br \/>\nSo verm\u00f6gen sie doch nicht alles. Manchen<br \/>\nHat man schon sagen h\u00f6ren: schade<br \/>\nDa\u00df das Wort Fleisch allein noch nicht s\u00e4ttigt, und schade<br \/>\nDa\u00df das Wort Anzug so wenig warm h\u00e4lt.<br \/>\nWenn der Planminister eine Lobrede auf das neue Edelgespinst h\u00e4lt<br \/>\nDarf es nicht dabei regnen, sonst<br \/>\nStehen seine Zuh\u00f6rer im Hemd da.<br \/>\n8<br \/>\nUnd noch etwas macht ein wenig bedenklich<br \/>\n\u00dcber den Zweck der Propaganda: je mehr es in unserem Land Propaganda<br \/>\nDesto weniger gibt es sonst.<br \/>\n________________________________________<br \/>\nFu\u00dfnoten:<br \/>\n(1) Am Tag nach dem Reichstagsbrand am 28. Februar 1933.<br \/>\n(2) Das Luftschiff LZ 129 &#8222;Hindenburg&#8220; verbrannte am 6. Mai 1937 bei Lakehurst \/ USA.<br \/>\n(3) Hermann G\u00f6ring, ab 1933 Reichsminister der Luftfahrt, lie\u00df das Reichsluftfahrtministerium bauen. Als Beauftragter f\u00fcr den Vierjahresplan (ab 1936) propagierte er die Verwertung von Abf\u00e4llen, u.a. mit der Aktion &#8222;Kampf dem Verderb&#8220;.<br \/>\n Quelle: http:\/\/www.mlwerke.de\/br\/br_003.htm<\/p>\n<p>Hallo,<br \/>\nist es heute nicht immer noch so mit den Medien, wie Berthold Brecht es beschrieben hat? Ich sage klar JA; tausende Zeitungen schreiben und hunderte Programme von Funk und Fernsehen senden so ihre L\u00fcgen, um die Kriegsverbrecher, die Imperialisten mit ihren politischen Machtapparat zu sch\u00fctzen, reinzuwaschen.<br \/>\nMein Vater (80) fragt mich dann: \u201eKann man nicht einmal den \u00f6ffentlich rechtlichen Sendern und der unabh\u00e4ngigen Presse glauben?\u201c Er hat keinen PC und ist wie viele Menschen angewiesen auf das, was ihm ins Haus \u201eflattert\u201c. Es gibt kein \u201erechtlich\u201c, oder \u201eunabh\u00e4ngig\u201c, denn a; m\u00fcssen die Medien sich an die Richtlinien halten, um das Volk ruhigzustellen und b; wollen sie ja Geld verdienen, da beugt und biegt man eben die Wahrheit solange, bis sie dem Bild, welches die \u201eGuten Imperialisten aus Konzernen, Banken und Versicherungen\u201c darstellt, entspricht, noch etwas Werbung dazu und ein paar Schmalzserien, Kunst oder Sport wird zum Klischee, je bl\u00f6der, desto besser.<br \/>\nIch habe keinen Fernseher und das ist gut so, denke ich; jedenfalls habe ich nicht das Gef\u00fchl, in den letzten 20 Jahren damit etwas verpasst zu haben, nur die \u201eRundfunkgeb\u00fchr\u201c mu\u00df auch ich bezahlen, trotz Erwerbsunf\u00e4higkeitsrente und Behinderung, es \u201ereicht nicht aus\u201c  f\u00fcr eine \u201eBefreiung\u201c, sagen die Propagandisten und \u00c4mter!<br \/>\nHerzliche Gr\u00fc\u00dfe<br \/>\nAndreas Kr\u00f6del<\/p>\n<p>P.S.: der Text ist nicht neu, den habe ich vor etwa zwei Jahren geschrieben und heute nur aktualisiert!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, da\u00df ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber die dann diskutiert werden kann. 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