{"id":108,"date":"2012-03-08T13:27:33","date_gmt":"2012-03-08T12:27:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/kroedel\/wp\/?p=108"},"modified":"2012-03-08T13:27:33","modified_gmt":"2012-03-08T12:27:33","slug":"das-freigeistige-wort-zum-sonntag-den-11032012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-kroedel.de\/?p=108","title":{"rendered":"Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 11.03.2012"},"content":{"rendered":"<p>Also nach einer Riesenflut von Mails zum Thema \u201eFrauentag\u201c sehe ich mich veranlasst, meine Gl\u00fcckw\u00fcnsche, die sehr ernst gemeint waren, etwas zu untersetzen.<br \/>\nAu\u00dferdem m\u00f6chte ich mich bei allen Lesern mal wieder abmelden, ich fahre morgen Mittag f\u00fcr 10 Tage zu meinen Eltern, Fr\u00fchjahrsputz im Garten steht an!<br \/>\nAndreas Kr\u00f6del<\/p>\n<p>Hinweis zu &#8222;Das freigeistige Wort zum Sonntag&#8220;: Die Idee besteht darin, dass ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren ver\u00f6ffentlicht wird, \u00fcber welche  dann diskutiert werden kann.<\/p>\n<p>Die Redaktion liegt bei Andreas Kr\u00f6del. Das bedeutet, das an seine Adresse  (an-kroedel@t-online.de) jederzeit unter der Bemerkung &#8222;WzS &#8211; Entwurf&#8220; Texte gesendet werden k\u00f6nnen und diese dann zeitlich eingeordnet und dann in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag ver\u00f6ffentlicht werden. Ich hoffe auf aktive Vielfalt. F\u00fcr die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.<br \/>\nDargestellte Meinungen m\u00fcssen nicht mit der Meinung der Redaktion \u00fcbereinstimmen. <\/p>\n<p>Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 11.03.2012 von Andreas Kr\u00f6del<\/p>\n<p>\u201eZetkin war von 1891 bis 1917 Herausgeberin der SPD-Frauenzeitung Die Gleichheit (bzw. deren Vorl\u00e4uferin Die Arbeiterin), in deren programmatischer Er\u00f6ffnungsnummer sie sich erneut gegen die reformistische Vorstellung wandte, durch rechtliche Gleichstellung mit den M\u00e4nnern unter Beibehaltung des Kapitalismus einen Fortschritt f\u00fcr die Frauen erreichen zu wollen:<br \/>\n\u201e\u201aDie Gleichheit\u2018 [\u2026] geht von der \u00dcberzeugung aus, dass der letzte Grund der jahrtausendealten niedrigen gesellschaftlichen Stellung des weiblichen Geschlechts nicht in der jeweils\u201a von M\u00e4nnern gemachten\u2018 Gesetzgebung, sondern in den durch wirtschaftliche Zust\u00e4nde bedingten Eigentumsverh\u00e4ltnisse zu suchen ist. Mag man heute unsere gesamte Gesetzgebung dahin ab\u00e4ndern, dass das weibliche Geschlecht rechtlich auf gleichen Fu\u00df mit dem m\u00e4nnlichen gestellt wird, so bleibt nichtsdestoweniger f\u00fcr die gro\u00dfe Masse der Frauen [\u2026] die gesellschaftliche Versklavung in h\u00e4rtester Form weiterbestehen: ihre wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeit von ihren Ausbeutern.\u201c<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter revidierte sie diese rigide Haltung und trat nun ebenfalls f\u00fcr das Frauenwahlrecht ein, das bereits seit 1891 zentraler Bestandteil des Parteiprogramms der SPD war.<\/p>\n<p>\u201e<\/p>\n<p>Quelle: Internet \u201eWikipedia\u201c \u2013 \u201eClara Zetkin\u201c<\/p>\n<p>Also, gleich eine Korrektur, es ist der 101 Jahrestag!<br \/>\nIn diesem Sinne hat sich viel ver\u00e4ndert zum Positiven. Viele Frauen stehen an leitenden Stellen der Wirtschaft, der Politik, aber auch bei den Protestbewegungen aller Art geh\u00f6ren Sie zu den aktiven Mitstreitern.<br \/>\nNun kommt das gro\u00dfe ABER: Oft bekommen sie f\u00fcr gleiche Arbeit weniger Geld als M\u00e4nner, haben weniger Aufstiegschancen. Zu oft befriedigen sich Parteien, Verb\u00e4nde, Betriebe usw. mit sogenannten \u201eFrauenquoten\u201c, das sehe ich als falschen Kunstgriff des Nichtverstehens dessen, was \u201eGleichheit vor dem Gesetz\u201c wirklich beinhaltet.<br \/>\nUnd in den Kirchen oder Religionen ist (zu mindestens in nur ein paar Ausnahef\u00e4llen gleichberechtigt)  die Frau untergeordnet, weniger \u201ewert\u201c als M\u00e4nner.<br \/>\n\u201eGebraucht\u201c wurden sie schon immer, zur Fortpflanzung sowieso, als \u201ePutze\u201c, in der K\u00fcche, ja, auch als Lustobjekt \u2013 und in diesem Wort steckt der Widerspruch, \u201eObjekt\u201c und eben nicht \u201eSubjekt\u201c! Das ist aber ein riesiger Unterschied, und viele M\u00e4nner sehen das noch heute so, wie vor tausenden Jahren.<br \/>\nIch kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass die Frau in der Gesellschaft besser gestellt wurde, dass aber viele M\u00e4nner auf dieses Niveau herabgew\u00fcrdigt wurden, da sehe ich keinen Fortschritt darin!<br \/>\nIn den heutigen Slogan ausgedr\u00fcckt k\u00f6nnte man sagen:<br \/>\n\u201eGleicher Lohn f\u00fcr alle, ob Facharbeiter, Hilfskraft oder Professor, ob Mann oder Frau!\u201c<br \/>\n\u201eArbeit f\u00fcr alle, die dazu f\u00e4hig sind, mit Rainer Thiel:  \u201eArbeit fair teilen, 30 \u2013 Stundenwoche f\u00fcr alle reicht!\u201c<br \/>\n\u201e gesichertes Grundeinkommen\u201c f\u00fcr alle Menschen, die aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden (Kranke, Behinderte, Alte) nicht am Arbeitsprozess teilnehmen k\u00f6nnen!\u201c<\/p>\n<p>Schon an diesen Beispielen zeigt sich, wie Gleichbehandlung realisierbar ist, f\u00fcr ALLE.<br \/>\nDamit kann ganz einfach der Grundstein gelegt werden, nicht im falschen Sinne von \u201eQuoten\u201c, sondern im Sinne der Selbstverwirklichung der Menschen an sich ein gro\u00dfes St\u00fcck der Entfremdung zu \u00fcberwinden, ja, so br\u00e4uchten wir weder auf die \u201egro\u00dfe Revolution\u201c oder \u201edas J\u00fcngste Gericht\u201c zu warten, zu hoffen, wenn es gelingt, dies den M\u00e4chtigen abzutrotzen, dann haben wir m.E. einen wirklichen Sieg errungen, ein gro\u00dfes Verm\u00e4chtnis von Clara Zetkin erf\u00fcllt, um damit w\u00fcrdig den Frauentag zu begehen, t\u00e4glich!<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche ein sch\u00f6nes Wochenende!<br \/>\nAndreas Kr\u00f6del<br \/>\nP.S.: F\u00fcr alle philosophisch interessierten Menschen vielleicht noch der Hinweis, wie auch ein angeblich \u201eobjektives, neutrales Lexikon\u201c wie \u201eWikipedia\u201c einseitig darstellt, Dinge falsch oder verzerrt betont, sieht man am Eingangszitat nur zu deutlich!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Also nach einer Riesenflut von Mails zum Thema \u201eFrauentag\u201c sehe ich mich veranlasst, meine Gl\u00fcckw\u00fcnsche, die sehr ernst gemeint waren, etwas zu untersetzen. 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