„Mein geliebtes Deutschland entwickelt sich zu einem Alptraum“

Gastbeitrag von Birgit Kühr:

Zitat:

Mein geliebtes Deutschland entwickelt sich zu einem Alptraum
von Birgit Kühr » Mi 29. Nov 2017, 13:33
Mein geliebtes Deutschland entwickelt sich zu einem Alptraum
Als wir DDR – Bürger in Massen auf die Straße gingen, stürzten wir mit unseren Protesten ein ganzes System. Viele hegten die Hoffnungen, jetzt wird alles viel besser. Ich freute mich auf freie Wahlen und Meinungsfreiheit.
Heute schaue ich zurück und schäme mich, wie naiv ich doch war. Nichts von allem dem was ich mir erhofft habe, ist eingetreten. Was nützen mir freie Wahlen, wenn die Regierenden der Meinung sind, das Volk ist zu dumm für eigene Entscheidungen. Bürgerbegehren oder Volksentscheidungen werden unter einen Vorwand abgeschmettert.
Was nützt mir eine Meinungsfreiheit, wenn ich doch nicht meine Meinung sagen darf. Wenn ich das aber trotzdem mache, werde ich als Nazi oder Rassist beschimpft. Ich leben in einen Land, wo ca. 860.000 Wohnungslos sind.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges … inge-armut
Ich verstehe die ganze Denkweise der Politiker nicht mehr. Warum strebt man einen Familiennachzug der Flüchtlingen an, wenn man nicht einmal die Menschen eine Wohnung anbieten kann, die schon immer hier wohnen? Darauf will mir keiner eine Antwort geben.
Ich lebe in einem Land, wo ich jetzt Angst habe im dunkeln auf die Straße zu gehen. Viel zu oft hört oder liest man, von Vergewaltigungen oder Messerstechereien. Auf Stadtfeste gehe ich so gut wie gar nicht mehr, obwohl ich diese immer sehr geliebt habe. Aber wenn ich die Sicherheitsmaßnahmen sehe, wie Betonklötze die Besucher schützen sollen, oder wie Polizisten mit Maschinengewehren präsent sind, schreckt mich das ab.
Ich bin ein geselliger Typ und habe mich früher immer gern einer sachlichen Diskussion gestellt. Heute ist das mir zu dumm, denn eine sachliche Diskussion gibt es nicht mehr. Andersdenkende werden einfach in eine Ecke gestellt, wo sie nicht hingehören und die Diskussion ist beendet.
In den Medien hört man immer wieder, uns geht es doch gut und er werden fröhliche Menschen zur Schau gestellt. Aber mit den alten Menschen die zu ihrer Rente Flaschen sammeln müssen um zu überleben, redet man nicht.
Geht man zum Arzt heißt es, wenn sie diese Behandlung haben möchten, müssen sie das aber selber bezahlen. Immer öfter hört man, wer eine ausreichende Rente haben möchte, muss sich zusätzlich versichern. Wer arm ist, kann sich aber nicht zusätzlich versichern. Wer es aber trotzdem macht und sich die rate vom Munde abspart, wird dafür bestraft. Eine zusätzliche private Alterstrente wird bei der Grundsicherung angerechnet. Das heißt, man muss diese erst kündigen und aufbrauchen, bevor man Sozialhilfe beantragen kann.
Wenn man sich das alles ganz sachlich betrachtet, muss man davon ausgehen, Alte, Kranke und Behinderte sind in unserem Staat nicht erwünscht, oder weshalb werden sie sonst so menschenunwürdig behandelt? Ein Alter oder Behinderte Mensch kostet dem Staat nur Geld, also brauchen diese Menschen nur noch eine viel zu geringe Grundversorgung, damit sie schnell die Radieschen von unten sehen.
Unser Land ist auf allen Ebenen tief gespalten. Diese Spaltung ist gewollt, denn sonst müssten die Regierenden Angst vor dem eigenen Volk haben. Aber so wird das Land in „Helles und Dunkles Deutschland“ bezeichnet, wie Herr Gauck das so schön sagte und alles ist wieder in Ordnung.
In diesem Sinne sage ich nur, ein weiter so darf es nicht geben.“

Zitat Ende

2 Gedanken zu „„Mein geliebtes Deutschland entwickelt sich zu einem Alptraum“

  1. Birgit Kühr hat geschrieben:

    „Ich verstehe die ganze Denkweise der Politiker nicht mehr“.

    „Ich lebe in einem Land, wo ich jetzt Angst habe im dunkeln auf die Straße zu gehen“.

    „Geht man zum Arzt heißt es, wenn sie diese Behandlung haben möchten, müssen sie das aber selber bezahlen“.
    ————————————————————
    Aber Hallo, ein sehr eindrucksvoller Beitrag !
    Besser ist der Verfall unseres schönen Landes in den letzten Jahren wohl kaum zu beschreiben. Hier wird der kulturelle Niedergang durch politische Fehlentscheidungen deutlich, und mit Erlebnissen aus dem täglichen Leben untermauert.
    In dem voraus gehenden Leitartikel wird es für den Leser deutlich, wie nahe Hoffnung in Resignation zusammen liegen wenn sich erhoffte Dinge nicht so entwickeln wie es die Politiker versprochen haben.

    Die von Kohl 1990 vorausgesagten blühenden Landschaften werden wir wohl erst wieder im Frühjahr des nächsten Jahres erleben, allerdings ganz ohne dem dazutun unserer Politiker. Die Natur macht das ganz alleine.

    In diesen Sinne
    Gruß Hepe

    • Ich bin nicht resigniert. Im Gegenteil, ich bin wütend. Ich lebe in einem Land, wo die Menschenwürde und die Meinungsfreiheit mit Füßen getreten wird. Die Bürger werden immer mehr in Ihre Rechte eingeschränkt.

      https://www.tag24.de/nachrichten/kabul-islamabad-deutschland-abgeschobener-afghane-zurueck-fehler-visum-haschmatullah-389563

      Wir haben Weihnachten vor der Tür. Aber keiner der Politiker traut sich in die traurigen Augen der Kinder zu schauen, die in der Arche oder andere Suppenküchen sitzen. Kein Politiker geht in die Pflegeeinrichtungen, wo die Menschen liegen die einfach vergessen wurden.

      Wir haben einen Überwachungsstaat wie Deutschland noch nie erlebt hat. Jetzt muss das vergessene Volk nicht nur ums reine Überleben kämpfen, sondern muss auch noch aufpassen, was es sagt. Eine falsche Aussage in Augen der Politiker kann mit hohe Geldstrafen oder Gefängnis bestraft werden.

      Das vergessene Volk, wer ist das? Sind das etwa die Menschen die arm sind, die krank sind, die Erwerbslos sind und die vielen Rentner die bis zu ihrem tot arbeiten müssen um zu überleben? Immer mehr Menschen resignieren, weil sie keine Stimme haben und niemand ihr zuhört.

      Viele leben von Grundsicherung. Wer bei Hartz IV nicht so spurt wie er soll, wird einfach sanktioniert. So kann und macht man eine ganze Bevölkerungsschicht mundtot. Wie kann sich ein armer Rentner zur Wehr setzen? Die Bundestagswahl war ein Hohn für das vergessene Volk. Keine einzige Partei hatte etwas gegen Armut in ihrem Wahlprogramm.

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