dfWzS 22.12.2013 „Ein Aufsatz“

Hinweis zu „Das freigeistige Wort zum Sonntag“: Die Idee besteht darin, daß ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren veröffentlicht wird, über die dann diskutiert werden kann.

Die Redaktion liegt bei Andreas Krödel. Das bedeutet, daß an seine Adresse
(an-kroedel@t-online.de)
jederzeit unter der Bemerkung „WzS – Entwurf“, Texte gesendet werden können und diese dann zeitlich eingeordnet in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag veröffentlicht werden. Aktive Vielfalt ist erwünscht. Für die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.
Dargestellte Meinungen müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 22.12.2013 von Andreas Krödel

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Einseitigkeit

objektiv oder subjektiv
fangen wir ganz vorn an, es bleibt festzustellen, Mensch ist Subjekt, alles, was er erlebt, empfindet, fühlt und denkt ist seine eigene Wahrnehmung,
ja, er ist ein Wesen, welches sich nur in der Gesellschaft verwirklichen kann, aber eben nur auf der Basis seines Seins, seines eigentlichen „ICH“.
Zu objektiven Dingen, denken ist er nicht in der Lage, weder im materiellen noch im ideellen, hier sind Grenzen der individuellen Hirnarbeit gesetzt, rein subjektiv.
Wer also „Erkenntnis an sich“ für sich als Behauptung in Anspruch nehmen will, ist schon von der „Natur“ her ausgeschlossen, man kann nicht aufzählen, wie viele Menschen dies versucht haben und gescheitert sind!
Jeder für sich (auch ich) will das „Non plus Ultra sein“, nur eigentlich sind wir „tabula rasa“ eine „unbeschriebene Tafel“!

Das ist nach wie vor die Realität, der Zustand der Gegenwart (gut, betreffs Gott habe ich etwas andere Vorstellungen, ein Fluch kommt nicht über meine Lippen).
Doch wir Menschen haben uns entschieden, leben und handeln in unserer Einseitigkeit, täglich wird geschrieben, gegen das Übel protestiert, nur, schreiben, handeln wir einfach aneinander vorbei, das würde ja sogar noch akzeptabel sein, jeder hat eben das Recht, sich selbst einzubringen; aber es wird gestritten, gespalten, und dies ist nach wie vor das Übel, was uns entrechtet.
Ich will hier weder mit Philosophen noch sonstigen Gedankenquellen anfangen, nur ein Link, hunderte mal eingestellt, es gibt ein Lied, wo alles zusammengefasst ist, „Die Internationale“:

solange wir uns nicht auf diesen einfachen Konsens einigen können, werden wir weiter um Worte streiten, gegenseitig ausgrenzen, eben entfremdet bleiben, damit bleiben wir aber Verlierer der Geschichte, das Kapital profitiert, der Untergang der Menschheit wird weiter angesteuert, eben Einseitigkeit, alle machen mit!
Ich finde dies schlimm!
Denkt darüber nach!
Andreas Krödel

wer es anders hören möchte, in dem Sinne erst vor einigen Stunden „herumgereicht“, übrigens, keine Veranstaltung der verbotenen „FDJ“!

dfWzS 08.12.2013 Warenkorb

Hinweis zu „Das freigeistige Wort zum Sonntag“: Die Idee besteht darin, daß ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren veröffentlicht wird, über die dann diskutiert werden kann.

Die Redaktion liegt bei Andreas Krödel. Das bedeutet, daß an seine Adresse
(an-kroedel@t-online.de)
jederzeit unter der Bemerkung „WzS – Entwurf“, Texte gesendet werden können und diese dann zeitlich eingeordnet in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag veröffentlicht werden. Aktive Vielfalt ist erwünscht. Für die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.
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Tagesgedanken 03.12.2013

Zitat:
„Die Ballade vom Wasserrad
von Bertolt Brecht
1
Von den Großen dieser Erde
melden uns die Heldenlieder:
Steigend auf so wie Gestirne
gehen sie wie Gestirne nieder.
Das klingt tröstlich, und man muss es wissen.
Nur: für uns, die sie ernähren müssen
ist das leider immer ziemlich gleich gewesen.
Aufstieg oder Fall: Wer trägt die Spesen?
Freilich dreht das Rad sich immer weiter
dass, was oben ist, nicht oben bleibt.
Aber für das Wasser unten heißt das leider
nur: Dass es das Rad halt ewig treibt.
2
Ach, wir hatten viele Herren
hatten Tiger und Hyänen
hatten Adler, hatten Schweine
doch wir nährten den und jenen.
Ob sie besser waren oder schlimmer:
Ach, der Stiefel glich dem Stiefel immer
und uns trat er. Ihr versteht: Ich meine
dass wir keine andern Herren brauchen, sondern keine!
Freilich dreht das Rad sich immer weiter
dass, was oben ist, nicht oben bleibt.
Aber für das Wasser unten heißt das leider
nur: Dass es das Rad halt ewig treibt.
3
Und sie schlagen sich die Köpfe
blutig, raufend um die Beute
nennen andre gierige Tröpfe
und sich selber gute Leute.
Unaufhörlich sehn wir sie einander grollen
und bekämpfen. Einzig und alleinig
wenn wir sie nicht mehr ernähren wollen
sind sie sich auf einmal völlig einig.
Denn dann dreht das Rad sich nicht mehr weiter
und das heitre Spiel, es unterbleibt
wenn das Wasser endlich mit befreiter
Stärke seine eigne Sich betreibt.“
Zitat Ende
Quellen:
„Die Ballade vom Wasserrad
Bertolt Brecht
http://www.deutschelyrik.de/index.php/die-ballade-vom-wasserrad.html
Die Ballade vom Wasserrad

Hanns Eisler singt die Ballade vom Wasserrad

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